Hexorcist - Crucificial Imprecations | |
|---|---|
| Review von Opa Steve vom 29.07.2026 (697 mal gelesen) | |
Fünf Jahre nach ihrem Debütalbum legen HEXORCIST aus Florida den zweiten Longplayer mit dem Namen "Crucificial Imprecations" nach. Mit 30:27 Minuten und acht Songs verfolgt das Quartett seinen etwas chaotischen Death Metal weiter. Dabei gibt man sich stets ungestüm und das wilde Lospoltern vom Titelsong erinnert stark an das POSSESSED-Debüt. Auch die stets herrlich aufjaulenden Soli sind pure Achtziger, als sich die extremen Metal-Genres aufteilten. Für diesen Stil scheint mir aber die Dauer von fünf Minuten für den einen Titel schon etwas lang gewählt, denn zwischendurch meint man schon, man hätte längst einen anderen Song am Laufen. Was auch daran liegt, dass die wilden Songstrukturen wenig Halt bieten. Riffs wechseln manchmal abrupt und straightes Güterzug-Geschepper wird immer wieder durch Schwurbel-Riffs verquirlt. So etwas kannte man schon von MORBID ANGEL, die das allerdings besser auf den Punkt bringen konnten. Neben den bereits zitierten und recht offensichtlichen US-Einflüssen gibt es aber auch gerade im Bereich der Soli einige Parts, die mich an urdeutschen Thrash erinnern. Besonders rund um die jaulende Saitenzerstörung in 'Emissary Of Evil' oder 'Adverse Sacraments' höre ich öfter ein ganz frühes DESTRUCTION-Feeling raus.Im Vergleich zum Debüt, welches zeitgleich mit dieser Scheibe nach nur vier Jahren schon wiederveröffentlicht wird, habe ich leider das Gefühl, dass der neue Longplayer noch etwas weniger griffig ist. "Evil Reaping Death" schrotete in meinen Ohren mit mehr Konzept. Vor allem gefallen mir auch die alten Vocals noch eine Spur besser. Der Sound ist bei beiden Langdrehern jetzt eher undergroundorientiert und gerade so befriedigend. Aber auch hier kann ich im 2026er Nachfolger keine großen Fortschritte ausmachen. Insgesamt verpufft mir die Durchschlagskraft etwas wegen dem schlaffen Sound und wegen der fehlenden Fokussierung auf zündendes Geschepper statt laufender Riffwechswel. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Crucificial Imprecations 02. Defacing Deities 03. Emissary Of Evil 04. Adverse Sacraments 05. Deconsecration 06. Hexorcist 07. Unconsecrated Offerings 08. Exordium Of Profanation | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 30:27 Minuten VÖ: 31.07.2026 |
Alle Artikel
Fünf Jahre nach ihrem Debütalbum legen HEXORCIST aus Florida den zweiten Longplayer mit dem Namen "Crucificial Imprecations" nach. Mit 30:27 Minuten und acht Songs verfolgt das Quartett seinen etwas chaotischen Death Metal weiter. Dabei gibt man sich stets ungestüm und das wilde Lospoltern vom Titelsong erinnert stark an das POSSESSED-Debüt. Auch die stets herrlich aufjaulenden Soli sind pure Achtziger, als sich die extremen Metal-Genres aufteilten. Für diesen Stil scheint mir aber die Dauer von fünf Minuten für den einen Titel schon etwas lang gewählt, denn zwischendurch meint man schon, man hätte längst einen anderen Song am Laufen. Was auch daran liegt, dass die wilden Songstrukturen wenig Halt bieten. Riffs wechseln manchmal abrupt und straightes Güterzug-Geschepper wird immer wieder durch Schwurbel-Riffs verquirlt. So etwas kannte man schon von MORBID ANGEL, die das allerdings besser auf den Punkt bringen konnten. Neben den bereits zitierten und recht offensichtlichen US-Einflüssen gibt es aber auch gerade im Bereich der Soli einige Parts, die mich an urdeutschen Thrash erinnern. Besonders rund um die jaulende Saitenzerstörung in 'Emissary Of Evil' oder 'Adverse Sacraments' höre ich öfter ein ganz frühes DESTRUCTION-Feeling raus.
