Internal Bleeding - Settle All Scores

Review von Froosti vom 22.05.2026 (454 mal gelesen)
Internal Bleeding - Settle All Scores INTERNAL BLEEDING gehören zur alten Garde im Death Metal, auch wenn sie es nie wirklich aus dem Underground geschafft haben. Seit 1991 treiben sie ihr Unwesen und haben den Slam Death Metal maßgeblich geprägt. Mit "Settle All Scores" steht nun ihr siebtes Album in den Startlöchern und verspricht einmal mehr ein brutales Schlachtfest. Können die alten Herren uns noch einen Arschtritt verpassen oder haben die jungen Bands die Nase vorn?

Wer auf der Suche nach Innovation ist, kann direkt wieder abschalten. INTERNAL BLEEDING passen genau in die Schablone des Slam Death Metal. Man könnte ihnen jetzt vorwerfen, nur das Gewohnte zu kopieren und zu wiederholen. Allerdings haben sie das Subgenre mit entwickelt und damit sei es ihnen erlaubt. Von der ersten Sekunde an walzt die Maschine über einen hinweg. Schwere Gitarrenriffs treffen auf groovige Breakdowns, was direkt für ein anständiges Kopfnicken sorgt. Auch das Schlagzeug setzt weniger auf technisches Dauerfeuer als auf ein massives, grooviges Fundament. Meist im Midtempo und schleppenden Bereich angesiedelt, gibt es nur wenige brachiale Ausbrüche. Einerseits mag ich diesen Ansatz, weil er einen angenehmen Kontrast zum oftmals technischen Gehämmer vieler anderer Bands darstellt. Andererseits sticht das Schlagzeug auch nicht hervor und sorgt selten für echte Höhepunkte. Das recht eintönige Geröchel von Sänger Steve Worley ist zwar solide, aber nach ein paar Minuten hat man auch alles gehört. Da haben andere in dem Bereich mehr zu bieten.

Im Vergleich zu den Vorgängern hat der Einfluss des Hardcore immens zugenommen. Die Breakdowns rücken stärker in den Mittelpunkt, die Vocals werden häufiger gebellt als tief gegrowlt und das Riffing wirkt kantiger. Für mich geht dadurch zu sehr der Flow verloren und der rollende Panzer bleibt im Schlamm stecken.

Alles in allem kommen INTERNAL BLEEDING nicht über ein "Ist schon ganz nett" hinaus. Am Ende bleibt "Settle All Scores" ein solides, aber wenig aufregendes Album. Junge Bands wie IRON FRONT haben sie längst überholt. Für eingefleischte Slam-Fans dürfte die stumpfe Gewalt dennoch locker zum gepflegten Kopfnicken reichen.



Gesamtwertung: 5.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Intangible Pact
02. Settle All Scores
03. Prophet Of Deceit
04. Enforced Compliance
05. Crown Of Insignificance
06. Empire Of Terror
07. Glorify The Oppressor
08. Deliberate Desecration
Band Website: internal-bleeding.com
Medium: CD
Spieldauer: 30:30 Minuten
VÖ: 17.04.2026

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