Andy Goldner - Belleville (Reissue) | |
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| Review von Stormrider vom 29.08.2025 (915 mal gelesen) | |
Manchmal fragt man sich schon, wie eine Veröffentlichung in einem Magazin wie dem Bleeding4Metal in die Review-Verteilung kommt. "Belleville" von Andy Goldner ist so ein Fall. Das Album wurde bereits 1981 erstveröffentlicht und ich habe keine Ahnung, wieso das auf meinem Schreibtisch gelandet ist. Wahlweise ist es hyperaktiver, mit Amiga 500-Sounds angereicherter Schrammelrock, dessen gepresste Vocals an eine schlechte Version von Jesper Binzer (D:A:D) erinnern. Hört hierfür mal in 'Pretty Bold' oder 'I Want It' rein. Im Anschluss dann scheint man dem Protagonisten Valium verabreicht zu haben, denn 'White Line In Babylon' ist bluesy, unterlegt mit Instrumenten und Effekten die sich nicht direkt zuordnen lassen. Am ehesten macht noch die Orgel einen stimmigen Eindruck. Unter bewusstseinserweiternden Pflanzen mag das bestimmt lustig sein. Das passt auch zu der Zeit, in welcher der Stuttgarter seine Karriere startete (so gegen Ende der Sechziger). Da ich aber diese Art Pflanze nicht konsumiere, wirkt das alles irgendwie befremdlich auf mich. Aber weil es noch nicht reicht, gibt es in 'Come On' dann ein Owooohhh-Gejaule, das ist so schief, dass sich die Fussnägel hochrollen. All das wird in ein musikalisches Spektrum eingebaut, das sich zwischen Weltmusik, seichtem Rock, Pop, Reggae, Blues und was weiß ich nicht alles zwischen jeglichen verfügbaren Stuhl setzt. Okay, sieht man den Zeitpunkt der Erstveröffentlichung, macht es mehr Sinn. Das mag durchaus aus künstlerischer Sicht wertvoll sein und der persönlichen musikalischen Befriedigung Ausdruck verleihen. Ein an Metal oder Hard Rock orientiertes Publikum dürfte damit aber sehr wenig anfangen können. Sowohl damals als auch heute. Daher vergebe ich auch keine Blutstropfen, denn wie ihr bestimmt schon rausgelesen habt, kann ich damit so wenig anfangen, dass sich eine solche Bewertung zwangsläufig in sehr niedrigen Regionen abspielen würde.
- ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Pretty Bold 02. Walkin' Down 03. I Want It 04. White Lion In Babylon 05. Goin' Thru 06. Come On 07. Check It Out 08. 18 And A Gambling Man | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 34:52 Minuten VÖ: 22.08.2025 |
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Manchmal fragt man sich schon, wie eine Veröffentlichung in einem Magazin wie dem Bleeding4Metal in die Review-Verteilung kommt. "Belleville" von Andy Goldner ist so ein Fall. Das Album wurde bereits 1981 erstveröffentlicht und ich habe keine Ahnung, wieso das auf meinem Schreibtisch gelandet ist. Wahlweise ist es hyperaktiver, mit Amiga 500-Sounds angereicherter Schrammelrock, dessen gepresste Vocals an eine schlechte Version von Jesper Binzer (D:A:D) erinnern. Hört hierfür mal in 'Pretty Bold' oder 'I Want It' rein. Im Anschluss dann scheint man dem Protagonisten Valium verabreicht zu haben, denn 'White Line In Babylon' ist bluesy, unterlegt mit Instrumenten und Effekten die sich nicht direkt zuordnen lassen. Am ehesten macht noch die Orgel einen stimmigen Eindruck. Unter bewusstseinserweiternden Pflanzen mag das bestimmt lustig sein. Das passt auch zu der Zeit, in welcher der Stuttgarter seine Karriere startete (so gegen Ende der Sechziger). Da ich aber diese Art Pflanze nicht konsumiere, wirkt das alles irgendwie befremdlich auf mich. Aber weil es noch nicht reicht, gibt es in 'Come On' dann ein Owooohhh-Gejaule, das ist so schief, dass sich die Fussnägel hochrollen. All das wird in ein musikalisches Spektrum eingebaut, das sich zwischen Weltmusik, seichtem Rock, Pop, Reggae, Blues und was weiß ich nicht alles zwischen jeglichen verfügbaren Stuhl setzt. Okay, sieht man den Zeitpunkt der Erstveröffentlichung, macht es mehr Sinn. Das mag durchaus aus künstlerischer Sicht wertvoll sein und der persönlichen musikalischen Befriedigung Ausdruck verleihen. Ein an Metal oder Hard Rock orientiertes Publikum dürfte damit aber sehr wenig anfangen können. Sowohl damals als auch heute. Daher vergebe ich auch keine Blutstropfen, denn wie ihr bestimmt schon rausgelesen habt, kann ich damit so wenig anfangen, dass sich eine solche Bewertung zwangsläufig in sehr niedrigen Regionen abspielen würde.
