Martyr - Dark Believer | |
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| Review von derkleinekolibri vom 13.08.2025 (1516 mal gelesen) | |
Zwei megastarke Metalalben veröffentlichten MARTYR in ihrer ersten Schaffensphase von 1982 bis 1987 ("For The Universe" und "Darkness At Time's Edge"). 1987 fiel die Band auseinander und hinterließ ein tiefes Loch in der niederländischen Metalszene. Wer MARTYR schließlich 2001 aus der Dunkelheit hervorholte, ist nicht bekannt, aber die Wiedervereinigung erfolgte, um dem Heavy Metal Maniacs Festival beiwohnen zu können. Vier Jahre später hatte man das ursprüngliche Line-Up fast wieder komplett beieinander und rockte die Festivals Headbangers Open Air und Keep It True. 2008 waren MARTYR der Support bei LIZZY BORDENs Europatour. Während man auf den europäischen Bühnen immer wieder für Furore sorgte, arbeitete man auch im Studio an einem neuen Album, welches 2011 die wartenden Fans beglückte - "Circle Of 8" war ein Speed Metal-Hammer ohnegleichen. 30 Jahre Dutch Steel hatte die Jungs so richtig auf Trab gebracht. Seitdem gab es noch einige beachtliche Longplayer: "You Are Next" (2016), "Live In Japan" (2019) und "Planet Metalhead" (2022).Es sind nun weitere drei Jahre vergangen, bis MARTYR ihr neuestes Prunkstück "Dark Believer" am 15. August 2025 der Öffentlichkeit vorstellen werden. Das etwas mehr als 47 Minuten lange Album wird einschlagen wie eine Bombe! Die alten Hasen zeigen ein Maximum an Spielfreude. Dankend erkennt man, dass kein Stück dem anderen gleicht. Brillante Gitarrenarbeit, exzellentes Verprügeln des Schlagzeugs, wunderschöne tiefe Töne und fabelhaftes Spiel mit den Synths sowie Rop van Harens extraordinäre, auch in höhere Tonlagen wandernde Stimme, sind die Markenzeichen des als Compact Disc und Vinyl erscheinenden Überalbums. Allen Newcomer-Bands und jenen, die diesen Status erst noch erreichen wollen, muss man unbedingt dieses Monster als Anschauungsmaterial für Heavy, Power und Speed Metal empfehlen. Die beiden Gitarristen Rick Bouwman und Justin Schut (der ist auch noch für die Synths zuständig) liefern ein Dauerfeuer an fetten Riffs, melodisch treibenden Tönen und Soli, die sich gewaschen haben. Für Melodie, Rhythmus und hochenergetischen Druck sorgt Drummer Elwin Molenaar. Ihm sind viele Momente Fleischeslust zu verdanken, befeuert er doch das "Mitspielen" mit dicken, fetten Würsten als Pseudo-Drumsticks. Auch wenn wie oft der Bassist (Vinnie Wassink) erst als Letzter genannt wird, so trägt er doch maßgeblich dazu bei, dass ein ausgeprägtes Wohlgefühl ausbreitende Basslinien des Hörers Herz zum Schmelzen bringen. Eigentlich möchte man gar nicht allzu viel verraten, damit "Dark Believer" jeden unwissenden Käufer umhauen wird, wenn er dem Monsteralbum zum ersten Mal lauscht, und eben nicht schon alles vorher erklärt bekommen hat. So möchte ich nur kurz das absolute Highlight erwähnen, das die Qualität von JUDAS PRIESTs 'Painkiller' erreicht, ja fast sogar in den Schatten stellt, da hier noch viel mehr gefrickelt und gewerkelt wird, dass einem Hören und Sehen vergeht: 'Insidious' ist MARTYRs Meisterwerk unter den neun Songs, welche uns diese Rampensäue in schicker Aufmachung präsentieren. Wer der beiden Gitarristen dafür verantwortlich ist, dass in diesem Song das beste Solo zu hören ist, kann nicht verifiziert werden, aber eines steht fest: es ist ultrageil! Mit "Dark Believer" machen sich MARTYR zu einer Legende! Hoffentlich ist es (noch) kein Abschiedsgeschenk der Niederländer ... Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Darkness Before Dawn 02. Dark Believer 03. Wrath Of The Fallen 04. Cemetery Symphony 05. Insidious 06. The Weight Of Words 07. Venoms Scent 08. Harvest Of Souls 09. Legions Of The Cross | Band Website: www.facebook.com/MartyrNWOTHM/ Medium: CD, LP Spieldauer: 47:08 Minuten VÖ: 15.08.2025 |
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Zwei megastarke Metalalben veröffentlichten MARTYR in ihrer ersten Schaffensphase von 1982 bis 1987 ("For The Universe" und "Darkness At Time's Edge"). 1987 fiel die Band auseinander und hinterließ ein tiefes Loch in der niederländischen Metalszene. Wer MARTYR schließlich 2001 aus der Dunkelheit hervorholte, ist nicht bekannt, aber die Wiedervereinigung erfolgte, um dem Heavy Metal Maniacs Festival beiwohnen zu können. Vier Jahre später hatte man das ursprüngliche Line-Up fast wieder komplett beieinander und rockte die Festivals Headbangers Open Air und Keep It True. 2008 waren MARTYR der Support bei LIZZY BORDENs Europatour. Während man auf den europäischen Bühnen immer wieder für Furore sorgte, arbeitete man auch im Studio an einem neuen Album, welches 2011 die wartenden Fans beglückte - "Circle Of 8" war ein Speed Metal-Hammer ohnegleichen. 30 Jahre Dutch Steel hatte die Jungs so richtig auf Trab gebracht. Seitdem gab es noch einige beachtliche Longplayer: "You Are Next" (2016), "Live In Japan" (2019) und "Planet Metalhead" (2022).
