Ronnie Romero - Live At Rock Imperium Festival | |
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| Review von Stormrider vom 23.07.2025 (987 mal gelesen) | |
Ja, ich gehöre zu denen, die RONNIE ROMERO ein wenig Überpräsenz und damit einhergehend auch ein bisschen Profillosigkeit vorwerfen. Das natürlich noch nie an seiner Stimme gelegen hat, die von seinem ersten Auftreten in der Szene mit den LORDS OF BLACK an schon immer unangreifbar war. Das Timbre, die Power, das Charisma - alles das hat Ronnie zuhauf. Dass er damit bei drölfzig Bands singt und diese aufgrund seiner herausragenden Vocals ein wenig gleichschaltet, das liegt in der Natur der Sache. Aber ändert es etwas an der Qualität? Nein! Und so ist "Live At Rock Imperium Festival" eine absolut hörenswerte Liveplatte geworden, auf welcher der umtriebige Chilene neben zwei Tracks von THE FERRYMAN ('Ferryman' und 'The Last Ship'), dem DIO-Cover 'Rainbow In The Dark' (fantastisch intoniert und immer wieder ein Hit, egal wie oft man das Stück schon gehört hat) sieben Tracks seines Solowerks zum Besten gibt. Ja, Ronnie singt nicht nur für andere, er hat 2023 mit "Too Many Lies To Many Masters" auch ein Album unter seinem Namen veröffentlicht, auf dem er für die Kompositionen hauptverantwortlich zeichnete und nicht nur als Auftragssänger agierte. Dieses Album steht hier im Mittelpunkt des Gigs und die Fans feiern ihn ordentlich ab. Nicht, dass ich von den spanischen Ansagen großartig etwas verstehen würde, aber ein Livealbum lebt davon, dass es authentisch die Situation und Stimmung einfängt. Und genau das tut "Live At Rock Imperium Festival". Es klingt nicht wie "Live im Studio", wo im Nachhinein noch Spuren geändert oder hinzugefügt wurden, sondern man fühlt sich mittendrin und der Sound ist angemessen roh und dennoch akzentuiert. Wer also einen der zweifellos besten Metalsänger der letzten Jahre noch nicht durch seine Dauerpräsenz überdrüssig ist oder grundsätzlich auf Livealben steht, die durch ihre Authentizität eine willkommene Abwechslung zum glattpolierten Studiomaterial darstellen, der macht hier nichts falsch, riskiert ein Ohr und wird bestimmt nicht enttäuscht werden.
- ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Castaway On The Moon 02. I’ve Been Losing You 03. Chased By Shadows 04. Ferryman 05. Too Many Lies Too Many Masters 06. Crossroad 07. Not Just A Nightmare 08. The Last Ship 09. Vengeance 10. Rainbow In The Dark (DIO-Cover) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 52:47 Minuten VÖ: 23.05.2025 |
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Ja, ich gehöre zu denen, die RONNIE ROMERO ein wenig Überpräsenz und damit einhergehend auch ein bisschen Profillosigkeit vorwerfen. Das natürlich noch nie an seiner Stimme gelegen hat, die von seinem ersten Auftreten in der Szene mit den LORDS OF BLACK an schon immer unangreifbar war. Das Timbre, die Power, das Charisma - alles das hat Ronnie zuhauf. Dass er damit bei drölfzig Bands singt und diese aufgrund seiner herausragenden Vocals ein wenig gleichschaltet, das liegt in der Natur der Sache. Aber ändert es etwas an der Qualität? Nein! Und so ist "Live At Rock Imperium Festival" eine absolut hörenswerte Liveplatte geworden, auf welcher der umtriebige Chilene neben zwei Tracks von THE FERRYMAN ('Ferryman' und 'The Last Ship'), dem DIO-Cover 'Rainbow In The Dark' (fantastisch intoniert und immer wieder ein Hit, egal wie oft man das Stück schon gehört hat) sieben Tracks seines Solowerks zum Besten gibt. Ja, Ronnie singt nicht nur für andere, er hat 2023 mit "Too Many Lies To Many Masters" auch ein Album unter seinem Namen veröffentlicht, auf dem er für die Kompositionen hauptverantwortlich zeichnete und nicht nur als Auftragssänger agierte. Dieses Album steht hier im Mittelpunkt des Gigs und die Fans feiern ihn ordentlich ab. Nicht, dass ich von den spanischen Ansagen großartig etwas verstehen würde, aber ein Livealbum lebt davon, dass es authentisch die Situation und Stimmung einfängt. Und genau das tut "Live At Rock Imperium Festival". Es klingt nicht wie "Live im Studio", wo im Nachhinein noch Spuren geändert oder hinzugefügt wurden, sondern man fühlt sich mittendrin und der Sound ist angemessen roh und dennoch akzentuiert. Wer also einen der zweifellos besten Metalsänger der letzten Jahre noch nicht durch seine Dauerpräsenz überdrüssig ist oder grundsätzlich auf Livealben steht, die durch ihre Authentizität eine willkommene Abwechslung zum glattpolierten Studiomaterial darstellen, der macht hier nichts falsch, riskiert ein Ohr und wird bestimmt nicht enttäuscht werden.
