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Chinchilla - Madtropolis

Review von Odin vom 07.05.2003 (3048 mal gelesen)
Chinchilla - Madtropolis Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass mir das letzte Album der Süddeutschen nicht so gut gefallen hat. Komisch, jetzt lese ich nochmal mein Review von "The Last Millenium" und stelle fest, dass es wohl doch ganz gut war. Auf jeden Fall ist das nun vorliegende Album "Madtropolis" eine erkennbare Steigerung was Songwriting und Härte angeht. Wobei Härte übertrieben ist, rauer ist man geworden, nicht mehr ganz so Edguy-like.

Der Einstieg ist Power Metal pur, die Ahnen lassen grüßen bei "Our Destiny" und auch das folgende "A Dance..." geht flott nach vorne. Zusätzlich schlägt hier zum ersten Mal der Refrain-Ohrwurm zu.

"When The Sand..." bremst leicht, setzt mehr auf atmosphärisch träumerische Melodie, während die Doublebass weiter läuft und läuft. Die Ohrwurm-Quote bleibt hoch. Das Tempo wird weiter runtergefahren, "Entire World" stampft sich durch einen kleinen Durchhänger hin zur Power Ballade "Satellite". Die Keyboards übernehmen es, die Stimmung anzupassen und den Vocals eine passende Basis zu geben bis die Gitarren mit vollen, langsamen Akkorden einsetzen. Soft, aber nett, gefällt gut.

Genug der Langsamkeit, es schließt sich direkt eine kleine Hymne an. "Heavy Metal" lässt irgendwo zwischen Riff und Doublebass erkennen "wenn ich groß bin wird meine Melodie noch etwas ausgefeilt, ein paar Instrumente werden weggelassen und der Rest spielt schneller und dann gehe ich zu Manowar!". Eine sehr gute Idee, die live bestimmt die nötige Power entwickeln kann, aber auf Platte klingt es irgendwie gebremst. Könnte sein, dass hier nun doch die Keyboards stören. Die Lyrics sind jedenfalls angemessen für eine Hymne ("Heavy Metal that's our Law, gives us power for the future...").

Ein weiterer Power Metal Song folgt und führt direkt zu einem weiteren Höhepunkt in Form des totalen Ohrwurms "Turn Around The Magic Table", der sich tief in die Gehörgänge stampft. In fast schon doomigem Tempo - eigentlich das ganz falsche Wort für diese untypische Langsamkeit - wird eine Geschichte erzählt, die sogar fast so düster ist wie das Tempo verspricht.

Danach geht es rockend zurück in die Wirklichkeit. "Money Rules Everything" bringt auch mal wieder eine Hammond-Orgel im Hintergrund und erinnert mich ganz stark an irgendwen - scheiß Alzheimer! Nun, eigentlich kann man schon "Thunderhead" in den Raum werfen, da die Vocals etwas an Ted Bullet erinnern, der Beat und die Riffs ordentlich rocken, aber das Orgel-Solo passt nicht ganz ins Bild. So bringen Chinchilla viel bekanntes zusammen, stellen dadurch aber ein sehr abwechslungsreiches Album auf die Beine, wenn man es näher betrachtet. Es hört sich gar nicht so schnell tot wie man denken könnte.

Den Rausschmiss für Birne und Nacken bekommt man dann noch mit einem weiteren Uptempo Song "Battle Of The World" und auch dem Titelsong "Madtropolis", der erneut den Ohrwurm-Faktor ins Feld führt.

Fazit: Power Metal mit dem Anspruch auf mehr Aufmerksamkeit. Bei schnöder Nebenher-Beschallung erscheint "Madtropolis" doch recht flach und wird nach einiger Zeit zum Überdruss führen. Trotzdem gibt es eine hohe Wertung, weil ich von Anfang an Spaß an der Scheibe hatte und ihn immernoch nicht verloren habe.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. The arise of Madtropolis (Intro)
02. Our destiny
03. A dance with the devil
04. When the sand darkens the sun
05. Entire world
06. Satellite
07. Heavy Metal
08. Headless fools
09. Turn around the magic table
10. Money rules everything
11. Battle of the world
12. Madtropolis
13. The fall of Madtropolis (Outro)
Band Website: www.chinchilla.rocks.de
Medium: CD
Spieldauer: 57:45 Minuten
VÖ: 05.05.2003

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07.05.2003 Madtropolis(8.5/10) von Odin

00.00.0000 The Last Millenium(7.5/10) von Odin

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