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Darkthrone - F.O.A.D.

Review von Opa Steve vom 16.10.2007 (2773 mal gelesen)
Darkthrone - F.O.A.D. Achtung, Kultalarm! Bei einer Truppe wie DARKTHRONE objektive Reviews zu schreiben ist unmöglich. Wenn ich dieses Output nach generell objektiven Maßstäben beurteilen müsste, würde es einen gnadenlosen Verriss ergeben. Die Produktion ist scheiße, die Songs überaus primitiv, und mehr als einmal drängt sich der Vergleich mit minderjährigen Kapellen auf, die es auch die nächsten 5 Jahre nicht aus dem Proberaum schaffen werden. Die Drums klingen schlechter als zu Zeiten sparsamer Multitracker-Demos in den 80ern, der Gitarrenstack reduziert sich auf ein Übungsamp. Dazu ein dreckiger Gesang, dessen Texte nicht nur peinlich (da sie im Gegensatz zu vielen Rabauken klar verständlich sind) sind, sondern der auch stellenweise durch bierseliges Gekreische von Oberchaot Fenriz unterlegt wird.

Doch nun kommt die Die-Hard-Fraktion. Die spricht von Kult. Von einer wahren Essenz, von Purismus und legendären Kompositionen. Diejenigen Leute, die Underground-Metal erst dann richtig gut finden, wenn eine Tapekopie in der 20. Kopiergeneration vorliegt, und wirklich der letzte Hauch irgendetwas kommerziell verwertbaren verzogen ist.

Was tun, sprach Zeus? Das Phänomen DARKTHRONE hat sich mir bisher nicht erschlossen. Ich kann also nicht nachvollziehen, wo die besondere Genialität liegt. Der Stil lässt sich als Aldi-VENOM meets MOTÖRHEAD-Jugendclub-Coverband beschreiben. Herkömmliche Black-Metal-Definitionen geben vom ersten bis zum letzten Takt den Geist auf. Zwischendurch tauchen immer wieder infantile Vocal-Gags auf, die man nur unter Zurückstellung aller Bedenken als ernst gemeint interpretieren könnte. Ich glaube eher, dass Fenriz und Nocturno Culto ihren eigenen Spass an dieser Form von Metal bis heute bewahrt haben, und dass sie sich mittlerweile selbst darüber wundern, dass sie damit tatsächlich Anhänger anziehen. So spricht auch das fette Booklet Bände, wo es obskure Dinge zu sehen gibt wie Fotos einer Zelttour von Fenriz und Culto, sowie diverse Vinylempfehlungen, die man unbedingt haben müsste.

Ihnen sei der Spass und diese bewundernswerte Scheißegal-Haltung gegönnt, und jedem Fan das Glücksgefühl, welches ihn bei DARKTHRONE überkommt. Eine Vergleichsmessung mit anderen Promo-Bewerbern ist aber aus den geschilderten Gründen nicht angebracht.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01 These Shores Are Damned
02 Canadian Metal
03 The Church Of Real Metal
04 The Banners Of Old
05 F.O.A.D.
06 Splitkein Fever
07 Raised On Rock
08 Pervertor Of The 7 Gates
09 Wisdom Of The Dead
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:19 Minuten
VÖ: 24.09.2007

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