HolyHell - Apocalypse

Review von Odin vom 01.05.2007 (5787 mal gelesen)
HolyHell - Apocalypse Die Promoter überschlagen sich mit Superlativen und Hochlobungen - aber so wahnsinnig außergewöhnlich finde ich HOLYHELL dann auch wieder nicht. Gut, Maria Breon zeigt ohne Frage eine äußerst starke gesangliche Leistung und beweist auch live, dass sie ein Profi ist. Sie hat Gesang und Performance gelernt und bewegt sich sicher in einem breiten Spektrum von kraftvollen Vocals bis zu den klassisch Power Metallischen hohen Lagen. Glücklicherweise können HOLYHELL sich trotzdem oder gerade dadurch durchaus von den üblichen Verdächtigen wie NIGHTWISH etc. distanzieren, aber einen Kniefall verdient ihr Sound nun auch wieder nicht. Manchmal finde ich Marias Stimme gar etwas nervig im Unterton, wenn sie tiefere Regionen ansteuert (Anfang von 'Resurrection').

Insgesamt spürt man schon hier und da die Beeinflussung durch "Vater" und Producer Joey DeMaio (MANOWAR). Die pathetischen, großen Melodien und Themen bis hin zum Lederoutfit haben schon wieder das Potential zur Spaltung der Hörer. Was - wie man an MANOWAR überdeutlich sieht - durchaus positiv für die Entwicklung sein kann. Ansonsten sind die Einflüsse von HOLYHELL durch Keyboarder und Songwriter Francisco Palomo auch ziemlich italienisch. Sein klassischer Hintergrund passt aber ebenso zum Pomp wie die mehr gitarrenlastigen Beiträge von Gitarrenheld und "Professor of Metal" Joe Stump. Zu Entstehung und Zusammensetzung der Band sei auch das Interview von der Tour mit MANOWAR ans Herz gelegt.

Ein Höhepunkt nicht nur für MANOWAR-Fans (dank der Mitwirkung von Eric Adams), sondern auch allgemein musikalisch ist 'Phantom Of The Opera (live)', das sowohl die Qualitäten der Instrumentalisten als auch der beiden definitiv außergewöhnlichen Vokalisten zur Schau stellt. Eine Freude ist es auch, Rhino wieder hinter der Schießbude zu sehen - mit ihm vollbrachten MANOWAR ihr größtes Meisterstück in Form von "The Triumph Of Steel" ...

Ja, HOLYHELL haben einen einflussreichen Producer im Rücken sowie qualitativ hochwertiges Material in den eigenen Reihen. Die Voraussetzungen sind bestens, denn ausgelutscht ist der eingeschlagene musikalische Weg auch noch nicht unbedingt. Allerdings bewegen sie sich auch nicht weit entfernt von arg ausgetretenen Pfaden - kein Wunder heutzutage. Man darf also gespannt sein, wie das kommende Album angenommen werden wird. Eine Chance haben HOLYHELL jedenfalls verdient.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
1. Apocalypse
2. Resurrection
3. Phantom Of The Opera (live)
4. Last Vision
Band Website: www.holyhell.com
Medium: CD
Spieldauer: 22:41 Minuten
VÖ: 23.03.2007

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