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Crematory - Inglorious Darkness

Review von Eddieson vom 03.06.2022 (2003 mal gelesen)
Crematory - Inglorious Darkness CREMATORY, entweder man liebt sie oder man liebt sie eben nicht. In Teilen der Metal-Szene oftmals belächelt, in der Gothic-Szene immer noch gefeiert. Für mein Empfinden, und das ist natürlich rein subjektiv, ist das Schaffen von CREMATORY eine sehr zwiegespaltene Sache. Die ersten Alben, bis zur ersten deutschen EP "Crematory", sind unantastbar, haben mir damals bei Erscheinen viel gegeben und tun es auch heute noch. Ich wünsche mir übrigens nichts mehr als vernünftige Re-Releases der "Transmigration" und "Illusions" auf Vinyl, aber das nur nebenbei. Leider ging es dann nach der "Pray" etwas bergab und stagnierte qualitativ auf einem niedrigeren Level. Den großen Wurf haben sie mit der neuen musikalischen Ausrichtung für mich und viele andere nie wieder geschafft.

Nein, damit will ich nicht sagen, dass es schlecht ist, was CREMATORY heute machen. Die "Monument" war gut und auch das neue "Inglorious Darkness" lässt sich hören, doch auch hier fehlen die großen Hits, auch wenn es hier ihren größten Hit 'Tears Of Time' in einer deutschen Version gibt, aber der stammt ja ursprünglich vom grandiosen "Illusion"-Album. Wirklich gut sind aber die Leadgitarren, die CREMATORY auf dem neuen Album verarbeiten. Die bleiben dirket im Kopf hängen. Sowohl beim Opener und Titeltrack als auch die von 'Trümmerwelten'. Stampfende Beats gibt es dann bei 'Rest In Peace' und mit 'Until We Meet Again' einen ordentlich wuchtigen Brecher. Auch das riffbetonte 'Zur Hölle' macht durchaus Spaß - während ein Song wie 'Breakdown The Walls' vor allem durch den Klargesang, den Felix hier diesmal selbst übernimmt, deutlich abfällt.

Nein, auch mit "Inglorious Darkness" werden CREMATORY die Metal-Gemeinde nicht auf ihre Seite ziehen, doch die Gothic-Szene wird es feiern, hat das Album doch einige schwarze Perlen zu bieten; vor allem nach hinten raus gibt es doch mal ordentlich Wumms. Was deutlich macht: Wenn CREMATORY sich wieder mehr den wuchtigen Riffs zuwenden, vor allem weniger Klargesang einsetzen und sich vermehrt auf Growls konzentrieren, kommt da durchaus Gutes bei rum.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Inglorious Darkness
02. Breakdown The Walls
03. Trümmerwelten
04. Rest In Peace
05. The Sound Of My Life
06. Tränen Der Zeit
07. Until We Meet Again
08. Zur Hölle
09. Not For The Innocent
10. Das Ende
11. Forsaken
Band Website: www.crematory.de
Medium: CD, LP
Spieldauer: 48:29 Minuten
VÖ: 27.05.2022

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