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Paradise Lost - At The Mill

Review von Eddieson vom 18.07.2021 (1872 mal gelesen)
Paradise Lost - At The Mill Nach und nach trudeln immer mehr Streaming-Konzerte ein, die dann noch auf verschiedensten physischen Formaten erhältlich sind. Diesmal ist die englische Doom-Institution PARADISE LOST an der Reihe, die in der Nähe ihrer Heimatstadt Yorkshire im dort ansässigen Nachtclub "The Mill" ihr bisher erstes Streamingkonzert gespielt haben. Gegen ein kleines Entgelt konnten Fans im November 2020 live den Stream verfolgen, nun wird er der breiten Masse zur Verfügung gestellt. Allerdings müssen Vinyl-Käufer auf den Mitschnitt des Konzertes verzichten, während CD-Käufer auch zur CD/DVD-Version greifen können.

Was PARADISE LOST ein wenig von der Masse der anderen Streaming-Konzerte abhebt, ist die Tatsache, dass sie sich nicht vorstellen oder gar so tun, als ob sie vor einem Publikum spielen und so tun sie das, was sie am besten können, sie spielen einfach ihre Setlist runter und lassen Musik und Atmosphäre für sich sprechen. Im Klaren bedeutet dies, dass der visuelle Teil der Musik angepasst wurde. Eine düstere Umgebung, die Band komplett in Schwarz gekleidet und mit überwiegend weißem Licht ausgeleuchtet. Sänger Nick verzichtet bewusst auf Ansagen an ein imaginäres Publikum, weil es eben nicht da ist. So erlebt man die Engländer in einer sehr intimen Stimmung und fast hat man das Gefühl, an einer Probe teilzunehmen. Großartige Stageaction sollte man also nicht erwarten.

Dennoch machen PARADISE LOST ihr Ding ziemlich gut. Klar, sie stehen nicht das erste Mal vor der Kamera und mit Regisseur Ash Pears haben sie jemanden an der Seite, mit denen sie auch schon für Videos von "Medusa" und "Obsidian" zusammengearbeitet haben. Aber die Situation ist eine andere, die Band spielt live vor einer Kamera ohne übertönende Nebengeräusche und es sind keine Fehler klar hörbar. 33 Jahre Musikbusiness zahlen sich somit aus. Mit der Setlist decken PARADISE LOST die Spanne ihres gesamten Schaffens ab, von "Gothic" bis zum aktuellen "Obsidian" ist alles zu hören, und somit gibt es einige Songs vom aktuellen Album erstmalig als Live-Erlebnis. Kritisch anzumerken ist jedoch, dass sämtliche Keyboardparts und auch der Frauengesang bei 'Gothic' aus der Konserve kommen, was wirklich schade ist, denn für so ein Event hätte man auch ruhig einen Keyboarder und Hintergrundsängerin engagieren können. Das ist aber auch das Einzige, worüber man meckern kann, oder auch muss. Ansonsten bekommt man mit "At The Mill", knapp 75 Minuten die volle Live-Packung PARADISE LOST unter besonderen Umständen, aber nicht weniger packend.

Als kleinen Bonus gibt es noch ein knapp 40 minütiges Interview mit der kompletten Band und ausschließlich Fragen, die von Fans aus aller Welt gestellt werden.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Widow
02. Fall From Grace
03. Blood And Chaos
04. Faith Divides Us – Death Unites Us
05. Gothic
06. Shadowking
07. One Second
08. Ghosts
09. The Enemy
10. As I Die
12. Requiem
13. No Hope In Sight
14. Embers Fire
15. Beneath Broken Earth
16. So Much Is Lost
17. Darker Thoughts
Band Website: www.paradiselost.co.uk
Medium: CD/LP
Spieldauer: 73:38 Minuten
VÖ: 16.07.2021

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