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Pain Of Salvation - Panther

Review von Metal Guru vom 11.09.2020 (264 mal gelesen)
Pain Of Salvation - Panther PAIN OF SALVATION sind die mittlerweile gar nicht mehr so jungen Schweden Daniel Gildenlöw (Hauptgesang und 'lots of stuff'), Johan Hallgren (Gitarren und Stimmen), Gustaf Hielm (Bass und Stimmen), Daniel Karlsson (Tasteninstrumente, Gitarren und Stimmen) und Léo Margarit (Schlagzeug und Stimmen). Gemeinhin dem Progressive Metal zugeordnet, hat die Band ihren Stil seit offizieller Gründung im Jahre 1991 (davor hießen sie REALITY) immer wieder verändert: Erst metallisch progressiv, dann progressiv-verkopft, zwischendurch fast blues-rockig, dann wieder komplizierter-konzentrierter. Manche Fans fanden das gut (und folgten), andere nicht so (und wanderten ab). Daniel ist der unbestrittene 'Leader Of The Pack' und als solcher komponiert er nicht nur fast jeden Ton für fast jedes Instrument, sondern spielt auch fast alle Instrumente selbst - wenn ihm das seine jeweiligen Bandkollegen nicht gerade abnehmen. Außerdem singt er nicht nur, sondern wimmert, schreit, ruft, leidet, klagt an, heult und flüstert. DAS ist schon beeindruckend, gut und variabel, aber - für manche und manchmal - einfach zuviel des Eindrucks, zuviel des Guten, zuviel der Variation (= strengt an).

"Panther" nennt sich nach "Entropia" ('97), "One Hour By The Concrete Lake" ('98), "The Perfect Element, Pt. 1" ('00), "Remedy Lane" ('02), der akustischen Liveperformance "12:5" ('04), "Be" ('04), "Scarsick" ('07), der sogenannten EP "Linoleum" ('09), "Road Salt One" ('10), "Road Salt Two" ('11), "Falling Home" ('14) und "In The Passing Light Of Day" ('17) PAIN OF SALVATIONs neues Album. Dieses neue Album fährt in neun Stücken, genauer in 53 Minuten und 29 Sekunden, alle Trademarks auf, die Daniels Band im Laufe der Dekaden so etabliert hat: Derbe Dynamik, Achterbahnfahrten emotionaler Art, metallische Härte, melodische Weiche, rhythmische Rabiata und tiefschürfende Texte. "Panther" hat quasi von allen alten (Alben) etwas, was mir angesichts Herrn Gildenlöws fortgeschrittenen Alters und seiner Krankheitsgeschichte (anderes Thema!) nur umso nachvollziehbarer erscheint. Irgendjemand maulte, die Gitarren seien unterrepräsentiert, irgendjemand klagte, die Keyboards klängen nach "Nintendo" (hallo?) - kann ich jetzt nach Dreifachhörung nicht finden. Ja, es passiert 'ne Menge (wie auf allen PAIN OF SALVATION-Alben) und ja, neben dem vielen Gesang sind auch viele Gitarren und viele Keyboards zu hören (wie auf allen PAIN OF SALVATION-Alben), aber allein Tracks No. 1 'Accelerator' und No. 2 'Unfuture' sind so ziemlich das Zäheste, Schleppendste, Dunkelste, was ich bisher von PAIN OF SALVATION gehört hab' - DAS gefällt! Das komplette Gegenteil dann auf Track No. 6 'Fur' - eine Art Lauten-Solo (ja, Herr Gildenlöw bedient immer wieder gerne obskures Instrumentarium). Na ja, und Track No. 9 'Icon' beendet fast schon kitschig-melodisch, was Mensch eigentlich nur als eine weitere tiefenpsychologische Reise durch Daniels tiefe Psyche bezeichnen kann.

Um's nicht unnötig NOCH länger zu machen: PAIN OF SALVATIONs "Panther" klingt meiner Meinung nach mehr wie die Fortführung der musikalischen Progression, die 2017er "In The Passing Light Of Day" bereits andeutete, weniger nach 'Nintendo-Keyboards' (?). Wer also PAIN OF SALVATIONs Anfangsphase klasse, deren Mittelphase eher mies fand, kann und sollte zuschlagen. Wer's genau andersrum hört beziehungsweise sieht, sollte seine oder ihre sauer verdienten Moneten erstmal behalten. Da ich sieben Tropfen für "Panther" als eindeutig zu wenig, neun Tropfen als (noch?) zu viel empfinde, vergieße ich einfach mal acht (Tropfen) und hoffe, damit weder Daniel noch seine Kapelle noch irgendeinen Nintendo-Nerd noch das werte Publikum zu verärgern ...

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Accelerator (05:31)
02. Unfuture (06:46)
03. Restless Boy (03:34)
04. Wait (07:04)
05. Keen To A Fault (06:01)
06. Fur (01:34)
07. Panther (04:11)
08. Species (05:18)
09. Icon (13:30)
Band Website: www.painofsalvation.com
Medium: CD
Spieldauer: 53:29 Minuten
VÖ: 28.08.2020

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13.03.2017 In the Passing Light of Day(9.0/10) von Lestat

11.09.2020 Panther(8.0/10) von Metal Guru

00.00.0000 Remedy Lane(10.0/10) von Odin

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