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Voivod - The End Of Dormancy

Review von baarikärpänen vom 10.07.2020 (982 mal gelesen)
Voivod - The End Of Dormancy VOIVOD waren schon immer die etwas andere Band und letztendlich so etwas wie ein Chamäleon. Von den punkig-thrashigen Anfangstagen über die kommerziellere Ausrichtung der 90er Jahre, hin zum brutalen Trio, die Wiederauferstehung dank Jason Newstedt und schlussendlich zu ihrer jetzigen Besetzung, die der Band nach so vielen Jahren nun die Anerkennung beschert, die sie schon so lange verdient hat. Ich als Voivodianer der ersten Stunde hab mir fast ein Loch in den Bauch gefreut, als VOIVOD 2019 den Juno-Award, Kanadas wichtigster Musikpreis, in der Kategorie "Metal/Hard Music Album Of The Year" für ihr letztes Album "The Wake" eingesackt haben. Ehre, wem Ehre gebührt.

Zugegeben, "The Wake" ist auf den ersten Hör ein wirklich anstrengendes Album. Für mich ist es aber auch die Scheibe, auf der Gitarrist Daniel "Chewy" Mongrain so richtig in der Band angekommen ist. Dass der leider viel zu früh verstorbene Piggy sehr große Fußstapfen hinterlassen hat, darüber braucht man nicht streiten. Aber gerade mit "The Wake" beweist Chewy zum einen, dass er es gar nicht nötig hat, seinen Vorgänger zu kopieren, und zum anderen, dass er VOIVOD nochmal auf auf eine höhere Stufe stellen kann, ohne den Signature-Sound der Kanadier außer Acht zu lassen. Neben anderen Songs ist vor allem 'The End Of Dormancy' ein Stück, das fast schon jazzig um die Ecke kommt. Dachten sich wohl auch die Macher des renommierten Montreal International Jazz Festival, als sie VOIVOD 2019 eingeladen haben. Und VOIVOD wären nicht VOIVOD, wenn sie sich zu diesem Anlass nicht etwas total Abgefahrenes hätten einfallen lassen, was es jetzt auf der "The End Of Dormancy"-EP zu hören gibt.

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Extra für diesen Auftritt hat Chewy zu 'The End Of Dormancy' ein Arrangement für Blechbläser geschrieben. Logo, Blechbläser hatten andere Truppen auch schon, siehe zum Beispiel BLIND GUARDIAN mit ihrem Orchesterwerk oder gerade letztens erst TRIPTYKON/CELTIC FROST. Aber ein VOIVOD-Song an sich ist schon abgedreht genug (für viele Hörer sogar zu abgedreht). Dem dann auch noch ein Arrangement für eine Brass-Section zu gönnen nochmal ein ganz anderes Unterfangen. Auf vorliegender EP findet sich 'The End Of Dormancy' dann in zwei Versionen. Einmal als sogenannte 'Metal Section' in einer Studiversion, und eine Live-Aufnahme vom Montreal International Jazz Festival. Wer jemals Zweifel gehabt hat, ob VOIVOD überhaupt in solch einem Rahmen bestehen können, der hört einfach die Live-Version, lässt vor Erstaunen die Kinnlade nach unten klappen und zieht nicht nur den Hut vor den Musikern an Trompete und so weiter, sondern auch vor der Leistung der VOIVOD-Musiker. Dem ein oder anderen betagteren Besucher des Festivals, der sich an wildgewordenen Klarinetten erfreuen wollte, dürfte der Putz aus der Brille gebröckelt sein, aber geschenkt. Aufgewertet wird die EP durch eine Live-Version von 'The Unknown Knows', ebenfalls aus Montreal.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt eine Benotung für diese sehr spezielle Erfahrung zücken sollte, aber ich mach es einfach und verpasse VOIVOD neun Punkte. Aber auch nur, weil es eine EP ist. Hätten VOIVOD nämlich das komplette Konzert veröffentlicht, die Höchstnote wäre fällig gewesen. Würde mich übrigens nicht wundern, wenn sich VOIVOD nach ihrem Auftritt nicht ganz neue Hörerschichten erschlossen hätten.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The End Of Dormancy (Metal Section)
02. The End Of Dormancy (Live Montreal Jazz Fest 2019)
03. The Unknown Knows (Live Montreal Jazz Fest 2019)
Band Website: www.voivod.com
Medium: CD
Spieldauer: 22:34 Minuten
VÖ: 10.07.2020

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