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Horisont - Sudden Death

Review von Stormrider vom 15.06.2020 (6203 mal gelesen)
Horisont - Sudden Death HORISONT gehörten bereits mit den Vorgängeralben zu "Sudden Death" zu den besseren Vertretern des Vintage Rocks. Dabei haben es die Schweden jedoch geschafft, sich mit den Alben und den Jahren selbst immer ein wenig musikalisch zu entwickeln. Damit meine ich nicht, dass sie für die Nachwelt etwas entdeckt hätten, was es im Musikkosmos in der Form vorher noch nicht gab, sondern eher die Tatsache, dass sie und vor allem wie sie ihre Einflüsse erweitert haben. Waren es zu Beginn doch sehr stark die 70er-Dinosaurier, welche die Band zitiert hat, so erlaubt man sich mittlerweile gerne mal einen Blick in zurück die 60er und auch nach vorne in die 80er (was natürlich immer noch ein Blick zurück ist, aber es ist ja immer die Frage, wo man startet).

"Sudden Death" kann, neben einem Eishockey-zitierenden und damit begrifflich sehr passendem Artwork, insgesamt mit der besten Leistung von HORISONT aufwarten, denn hier kommt so ziemlich alles drin vor, was die Band in der Vergangenheit schon mal aufgegriffen und für gut befunden hatte. Neben den 70er-Reminiszensen gibt es AOR, ein kleines 'In The Ghetto'-Zitat (wo, das lasse ich euch selbst finden, aber wenn man es gefunden hat, hört man es jedes Mal wieder), proggige Anteile und jede Menge Hooks wie sie in der jüngeren Vergangenheit auch vom THE NIGHTFLIGHT ORCHESTRA wieder salonfähig gemacht wurden. Sänger Alex hat sich nochmal gesteigert und schwingt sich zu so mancher Höhe auf und auch die Intrumentalfraktion darf zeigen, was sie so draufhat. Dabei ist mir persönlich das Instrumental 'Archaeopteryx In Flight' mit über acht Minuten etwas zu lang ausgefallen. Auf der anderen Seite beschließt es "Sudden Death" und entlässt den Hörer mit dem Gefühl, dass man die Songs mit Vocals nochmal hören möchte. Diese sind durchgängig auf überdurchschnittlichem Niveau und ich möchte da auch keinen besonders hervorheben, nur vielleicht auf 'Gråa Dagar' hinweisen, was in Schwedisch gesungen ist und trotzdem keinen hörbaren Bruch ins Album bringt. Findet euren eigenen Favoriten.

HORISONT werden mit diesem Album nicht den berüchtigten "Sudden Death" erleiden, bei dem mit einem Schuss oder richtiger mit einem Tor auf einmal alle Meisterschaftsträume begraben sind. Vielmehr gelingt es ihnen, mit dem Rundling ihre Stellung als eine der wenigen Bands des Vintage Rock zu festigen, die es schaffen sich beständig weiterzuentwickeln und dennoch ihre Retro-Attitüde nicht aufzugeben. Wieder mal sehr stark und für Fans, die auf warm produzierten und gut gemachte Retro-Sound stehen, ganz bestimmt eines der Highlights des Jahres!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Revolution
02. Free Riding
03. Pushin' The Line
04. Into The Night
05. Standing Here
06. Runaway
07. Gråa Dagar
08. Sail On
09. Breaking The Chain
10. Hold On
11. Archaeopteryx In Flight
Band Website: www.myspace.com/horisont
Medium: CD
Spieldauer: 52:09 Minuten
VÖ: 15.05.2020

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