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Lord Fowl - Glorious Babylon

Review von Blaze Breeg vom 22.04.2020 (3363 mal gelesen)
Lord Fowl - Glorious Babylon Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr schon einmal einen Ton von LORD FOWL gehört habt, ist relativ gering. Daher zur Einstimmung ein paar Fakten, Notizblöcke raus, das ist alles klausurrelevant: Das Quartett stammt aus New Haven (Bundesstaat Connecticut) und musiziert seit dem Jahr 2007. Wenn man sich seine Releases anhört, könnte man jedoch meinen, die Bandgründung sei über 30 Jahre eher erfolgt: LORD FOWL stecken in stilistischer Hinsicht nämlich knietief in den Siebzigern und ganz frühen Achtzigern fest. Laut Promo-Sheet huldigen die US-Amerikaner Größen wie THIN LIZZY, alten QUEEN und IRON MAIDEN in der Di'Anno-Ära (Letzteres höre ich nicht wirklich heraus). Das sind keine schlechten Referenzen - Retro-Jünger sollten demnach aufmerksam weiterlesen. Mit "Glorious Babylon" präsentieren Vechel Jaynes, Mike Pellegrino (beide Gesang und Gitarre), John Conine (Bass, Gitarre) und Michael Petrucci (Schlagzeug, Percussion) nach "Endless Dynamite" (2008) und "Moon Queen" (2012) ihren dritten Longplayer. Richtig gerechnet: Seit dem letzten musikalischen Lebenszeichen sind geschlagene acht Jahre vergangen - gut Ding will in New Haven offensichtlich Weile haben.

Die vier Herren haben auf jeden Fall einiges richtig gemacht: "Glorious Babylon", toller Albumtitel übrigens, tönt exzellent - warm, natürlich, wie die oben genannten Vorbilder eben. Da dürfte jedem Retro-Fan prompt das Herz aufgehen. Aber was können die Songs? LORD FOWL verfügen zweifellos über das Talent, ausgesprochen lässige, härtere Rocksongs zu komponieren. Vielleicht liegt es an der Corona-Quarantäne, aber die Scheibe entführt mich vom ersten Takt an in die Sonne, ans Meer, in völlig unbeschwerte Gefilde. Eigentlich müsste ich beim Verfassen dieses Reviews eine Sonnenbrille tragen und an einem höherprozentigen Kaltgetränk nippen, obwohl die Musik mitunter gar nicht so luftig ist. "Glorious Babylon" taugt definitiv als Stimmungsaufheller.

Angesichts der obigen Zeilen liegt es auf der Hand, dass hier weder Rad noch Radkappe neu erfunden werden. Das Promo-Sheet verspricht auch nichts, das letztendlich nicht eingehalten wird. Keine Frage: Es gibt mit Sicherheit zahllose Bands, die in diesem Genre schon aufregendere, zwingendere Nummern komponiert haben. Einen ganz großen Hit höre ich hier auch nicht, die Schweden JOSEPH THOLL oder ROBERT PEHRSSON kommen zum Beispiel weitaus (!) besser auf den Punkt. Das ist eine ganz andere Liga. An manchen Stellen erinnert "Glorious Babylon" sogar an eine entspannte Jamsession, bei welcher sich die endgültigen Songstrukturen erst noch herauskristallisieren sollen. Die Jungs haben einfach Bock zu zocken!

Kurzum: Es ist das grundehrliche Gesamtpaket, welches ich hier als solches zu schätzen weiß - ohne in Begeisterungsstürme auszubrechen. Es ist daher möglich, dass ich in diesem Jahr nicht mehr allzu oft den Drang verspüre, den Drittling des Quartetts aus New Haven aufzulegen, weil es einfach so viele gute (und bessere) Outputs gibt, die es zu entdecken gilt. Aber ich habe die Band ab sofort auf dem Schirm und bin ihr für die unbeschwerte Zeit, die ich nun schon mit ihr verbringen durfte, dankbar.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Fire Discipline
02. Glorious Babylon
03. Get Lost
04. Deep Empty
05. The Wraith
06. In Search Of
07. The Gramercy Riffs
08. Red Cloud
09. Epitaph
10. Space Jockey
Band Website: www.facebook.com/LORD-FOWL-260582122862/
Medium: CD
Spieldauer: 37:46 Minuten
VÖ: 24.04.2020

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