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Bonded - Rest In Violence

Review von Damage Case vom 14.01.2020 (1109 mal gelesen)
Bonded - Rest In Violence Krisen oder dramatische Erfahrungen schweißen Menschen zusammen. So bleiben zum Beispiel Opfer von Naturkatastrophen oder Gewaltverbrechen häufig viele Jahre nach dem gemeinsam Erlebten noch miteinander in Kontakt. Was hat das mit BONDED zu tun? Deren beiden Gründer und Köpfe, Markus "Makka" Freiwald (Schlagzeug) und Bernd "Bernemann" Kost (Gitarre), haben 2018 zwar keine existenzielle Katastrophe miteinander durchlebt, aber wurden sie doch beide gemeinsam von Tom Angelripper bei SODOM geschasst. Dies hat die beiden Männer wohl derart verbunden, dass sie unter dem gleichnamigen englischen Begriff BONDED eine neue Band gründeten und sich mit Chris Tsitsis (Gitarre, ex-SUICIDAL ANGELS), Marc Hauschild (Bass) und Ingo Bajonczak (Mikro, ASSASSIN) verstärkten um nun ordentlich loszulegen.

Im Januar 2020 erscheint heuer das Debütalbum "Rest In Violence" - und man merkt direkt, dass hier keine Rookies am Werk sind. Hier muss kein Debüt mit Welpenschutz bewertet werden, in der Hoffnung, dass auf den Folgealben dann die Zündung anspringen könnte. Bei BONDED spielen die großen Jungs, die schon aufgrund ihrer (ehemaligen) Mitgliedschaften bei KREATOR, DESPAIR, SODOM, ANGEL DUST und VOODOO CULT wissen wie es läuft. Und wie klingt das Album? BONDED sind nicht SODOM minus Tom Angelripper. Und das ist gut so. Im Gegensatz zum neuen Kurs ihrer ehemaligen Stammkapelle wird hier nicht in den 1980ern gerifft, sondern moderner Thrash Metal für die 2020er aus den Instrumenten geprügelt. Soll heißen, ausgehend vom letzten SODOM-Album "Decision Day" geht es hier stilistisch noch ein Stück weiter in Richtung modernen Metal - aber sachte! Hier wird kein Screamo, Core oder Sonstiges verwurstet. Zu deutlich hört man heraus, wer auf den letzten Alben aus Gelsenkirchen die Hauptsongwriter waren (so zum Beispiel bei 'Suit Murderer' und 'Galaxy M87', zwei reinrassigen Bernemann/Makka-SODOM-Songs). Für den größten Unterschied sorgt selbstredend Shouter Ingo, der zwar nicht über das Charisma eines Tom Angelrippers verfügt, aber dafür ein größeres Stimmvolumen auffährt. Klassisches Thrash-Shouting, kraftvolles Grunz-Brüllen, aber auch klare Stimme wie im Abschlusssong 'The Outer Rim' - alles Teil seines Repertoires. Trotzdem holt sich die Band für den dezent nach OVERKILL klingenden Titeltrack Gastgesang an Bord, von Bobby “Blitz” Ellsworth höchstpersönlich - cooles und passendes Gimmick. Abgerundet wird die knapp fünfundvierzig Minuten laufende Platte von einem stimmigen Artwork, das den Bandnamen sinnig symbolisiert.

Fazit: Diese neue Kapelle hat genug Potential, um sich in der hiesigen Metal-Szene mittelfristig in zweiter Reihe nach den Platzhirschen SODOM, KREATOR, TANKARD, DESTRUCTION, RAGE, ACCEPT, HELLOWEEN, U.D.O. oder GAMMA RAY festzuspielen. Ein entsprechender Tour-Support könnte hierbei sicherlich helfen. Auf Konserve haben BONDED zunächst einmal ein Level vorgelegt, das alle, die in 2020 noch Thrash-mäßig reüssieren werden und wollen (illustre Namen wie zum Beispiel ANNIHILATOR, LOST SOCIETY, SEPUlTURA, TESTAMENT, SODOM), erstmal halten müssen.

Drei Anspieltipps: Der Groover 'Je Suis Charlie' mit einer klaren Message, die so wichtig und richtig ist. Das schweinecoole 'The Rattle & The Snake' mit seinem abgefahrenen Mundharmonika-Part. Die gelungene Thrash-Ballade 'The Outer Rim'.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Godgiven
02. Suit Murderer
03. Rest In Violence
04. Je Suis Charlie
05. The Rattle & The Snake
06. No Cure For Life
07. Where Silence Reverberates
08. Galaxy M87
09. Arrival
10. The Outer Rim
Band Website: https://www.bondedofficial.com/
Medium: CD
Spieldauer: 43:30 Minuten
VÖ: 17.01.2020

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14.01.2020 Rest In Violence(8.5/10) von Damage Case

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