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The Hydden - Vagabond Songs

Review von Rockmaster vom 15.12.2019 (2648 mal gelesen)
The Hydden - Vagabond Songs Eigentlich hatten mich Roger Hämmerli (Gitarre, Bass, Gesang) und Roli Würsch (Schlagzeug, Gesang) von THE HYDDEN mit dem Opener 'For Those Who Play' schon in der Tasche. Eigentlich. Was mit simplen Drums und ebenso simplem Gitarrenspiel mit minimalistischem Sound beginnt, entwickelt sich zu einem Song mit einem absolut coolen Groove und mit interessanten Wendungen. Und auf einmal macht alles Sinn. Sperrig ist's allemal, aber der Titel zündet. Aber schon beim Follow-up, 'Changing Symmetry' wird dem geneigten Hörer klar: Der "offizielle Rock-Geheimtipp" aus der Schweiz (liebe Promo-Gebrauchsanweisungsschreiber: ist "offiziell geheim" - um musikalisch zu bleiben - nicht sowas wie eine dissonanza all' unisono?) ist nicht angetreten, um irgendetwas anderes als sperrig zu sein. Blues war vorvorgestern, Punk war vorgestern, und Kommerz gestern. Im Dreieck zwischen Post-Blues, Post-Punk und Post-Kommerz erschaffen die beiden ihren eigenen Sound und ihr eigenes Genre. Die beiden genannten Stilrichtungen werden bestenfalls verhalten zitiert, mit Kommerz hat das Ganze gar nichts am Hut.

Die Stimmen der beiden sind variabel, zweistimmig wird auch gesungen, aber der Mix lässt keinen Zweifel daran, dass hier Gitarre und Schlagzeug im Vordergrund stehen. Auch wenn man gelegentlich am Gitarrentechniker zweifeln könnte, am Sound ist jedes Detail durchdacht und so aufgenommen, wie es die beiden Musiker wollten. Dabei verstecken THE HYDDEN in ihren Titeln gleichermaßen Momente belanglosen Schrammel-Rocks und coole Grooves. Mein Empfinden für Melodien und Hooks allerdings hebeln die beiden nach wenigen Songs komplett aus - das bekannte Blues-Schema (kein Wunder, wenn zumeist kein Bass beteiligt ist) oder die barocken Figuren, die RAINBOW seinerzeit so gerne zitierten, kurzum, vieles, was das musikalische Gehör prägt, kommt hier einfach nicht vor. Ich hoffe stets, dass der nächste Song wieder lässig groovt. Was aber alle Titel gemein haben: Allesamt verleiten einen zum Mitwippen. Obwohl auch hier die Spannungsschraube eher dezent bearbeitet wird, trifft Roli hier zielsicher einen Nerv.

Unterm Strich bleiben die "Vagabond Songs" ein wenig heimatlos, wird aber sicher einige junge Herumtreiber ansprechen.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. For Those Who Play
02. Changing Symmetry
03. Pretty Liar
04. Magnifier
05. On A Mission
06. Go For Gold
07. Can't Stop
08. Mother Earth
09. No More Inside You
10. Abandoned Places
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 38:13 Minuten
VÖ: 15.11.2019

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15.12.2019 Vagabond Songs(6.0/10) von Rockmaster

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