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Weapon UK - Ghosts Of War

Review von Blaze Breeg vom 30.10.2019 (1953 mal gelesen)
Weapon UK - Ghosts Of War WEAPON UK darf man sicherlich zu den obskursten Acts der glorreichen NWOBHM zählen. In den goldenen 1980er Jahren veröffentlichte die Truppe - damals noch ohne den Zusatz "UK" - lediglich eine Single und ein Demo - KIT-Fans dürften spätestens jetzt hellhörig werden. Erst vor fünf Jahren erblickte mit dem programmatisch betitelten "Rising From The Ashes" ihr erstes Langeisen das Licht der Welt. Echte Spätzünder halt.

Nun steht mit "Ghosts Of War" ihr Zweitling im Regal. Um das Wichtigste vorwegzunehmen: Jeder NWOBHM- und (Hard) Rock-Fan kann hier bedenkenlos zugreifen. Mit Danny Hynes, neben Gitarrist Jeff Summers das einzig verbliebene Originalmitglied der 1980 unter dem Namen FAST RELIEF gegründeten Formation, verfügen WEAPON UK über einen starken Sänger, dessen warme Stimmfarbe mir ausgesprochen gut gefällt. Er ist sicherlich nicht der größte Künstler, den Albion auf dieser Position hervorgebracht hat, aber er macht gewisse Defizite mit Gefühl und einer Coolness wett, die charakteristisch für dieses Album ist, welches stilistisch vielmehr ein (Hard)Rock- als ein klassischer NWOBHM-Release ist.

"Ghosts Of War" zeichnet sich durch großartige Leads, tolle Soli und ausdrucksstarke Gesangslinien aus: Ich glaube nicht, dass man den Chorus von Songs wie 'Queen Of The Ride' und 'All I Need' jemals wieder aus der Murmel bekommt. Der Titelsong, auf dem auch die Ex-THUNDERMOTHER-Sängerin Clare Cunningham zu hören ist, zeigt, dass man überdies in der Gegenwart angekommen ist. Vieles zockt das Quartett im Mid-Tempo. Auf Grund des Stilmixes, ab und zu wird es sogar etwas sleazig (man höre ''79 Revisited'), ist für reichlich Abwechslung gesorgt. 'Redman' verbreitet 1970er-Vibes und erinnert an die ganz große Zeit von Rock-Dinosauriern wie LED ZEPPELIN. Vor diesem Hintergrund bleibt schon nach dem ersten Lausch erstaunlich viel hängen - und man drückt quasi automatisch die Repeat-Taste.

Am Sound gibt es erfreulicherweise nix zu meckern: Nicht oldschoolig, aber auch nicht zu modern. Die Lyrics sind mitunter arg cheesy und meiner Meinung nach nicht sonderlich ausgefeilt. An den Instrumenten sind die Herren zum Glück klar besser. Allerdings verdirbt mir der Blick auf die Texte zu keiner Sekunde den Spaß.

Als Anspieltipp möchte ich im Übrigen 'Tourniquet' hervorheben, das (ebenfalls) einen Refrain zum Niederknien präsentiert. Dieser Song beweist exemplarisch, dass das Comeback der Band absolut gelungen ist. Die NWOBHM-Veteranen zeigen vielen jungen Hüpfern in ihrem Genre, wie's geht. Abschließend wünsche ich mir eine Tour mit DIAMOND HEAD und den TYGERS OF PAN TANG: Ich wäre dabei, natürlich in der ersten Reihe.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ghosts Of War
02. Queen Of The Ride
03. Redman
04. Sea Of Hope
05. Emerald God
06. Tourniquet
07. All I Need
08. Hell On Earth
09. '79 Revisited
10. G.O.W. Reprise (Bonustrack)
Band Website: www.weapon-uk.com
Medium: CD
Spieldauer: 43:30 Minuten
VÖ: 27.09.2019

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