Letzte Reviews





Festival Previews
70000 Tons Of Metal 2020

Festival Reviews 2019
A Sinister Purpose 2019

Hell Over Hammaburg 2019

Rockharz Festival 2019

WackenOpen Air 2019

GosT - Valediction

Review von T.Roxx vom 18.10.2019 (488 mal gelesen)
GosT - Valediction "Valediction" von GOST (nicht zu verwechseln mit GHOST) ist nichts für Puristen. Die zehn Songs des Projektes klingen ungefähr so, als hätten sie von DEPECHE MODE die alten Synthesizer und Drum Machines aus den 80ern gekauft und so haben die zehn kurzen Songs eine deutliche Synthwave-Schlagseite. Aber auch EBM und Industrial werden auf "Valediction" geschickt verwoben und Black Metal. Das ist auch der Grund, weshalb dieses Album in unserem Magazin besprochen wird. Der Opener "Relentless Passing" klingt anfänglich stark nach BEHEXEN oder MYSTICUM, bevor sich das rasante Tempo nach einer Minute zügelt und der Synthwave die Oberhand gewinnt und Black Metal-Gekeife cleanen Vocals weicht - nur, um dann wieder den anfänglichen Black Metal-Vibe aufzunehmen und zum Ende zu kommen. "Wrapped In Wax" könnte (zumindest der Anfang) auch gut von RAMMSTEIN kommen; hier dominiert ganz klar die Elektronik. Der Wechsel zwischen angenehmen cleanem Gesang und fiesem Gekeife ist sehr interessant, genauso wie die Ambient-Anleihen. Musikalisch kommen mir neben den bisher zitierten Künstlern noch DARKSPACE in den Sinn. Allerdings sind GOST definitiv weniger im Black Metal als im 80er-Synthwave und EBM zuhause.

'Dreadfully Pious' ist eine tanzbare Dark Wave-Elektro-Nummer, die gut in einem Gothic-Club die Tanzfläche füllen könnte. Bei 'Timeless Turmoil' kommt - zumindest gesanglich und atmosphärisch - wieder kurz die schwarzmetallische Seite zum Vorschein, gepaart mit EBM und Dark Wave. 'Bloody Roses' hingegen ist wieder eine tanzbare, rein im Dark Wave-Gewand gehaltene Nummer mit sehr gefälligen Harmonien. 'The Call Of The Faithful (Faithless)' ist eine rein "instrumentale" EBM-Nummer. 'She Lives In Red Light (Devine)' ist wieder so ein Fall für die Tanzfläche, der mich teilweise (warum auch immer) ein wenig an den Soundtrack der Serie "Miami Vice" erinnert. Bei 'Ligature Marks' fühle ich mich erneut an den erwähnten Serien-Soundtrack erinnert; auch extrem tanzbar und für mich die Nummer mit dem größten Hitpotential (mittlerweile fühle ich mich endgültig wieder zurück in meine Jugend versetzt, haha) - hier wird zum Ende stimmlich noch mal die böse Seite rausgekehrt. 'Push' verbindet Industrial, EBM und Black Metal-Elemente zu einem verstörendem, aber irgendwie auch geilen Bastard. Der Rausschmeißer tut es es ihm gleich, wobei hier Industrial- und Ambient/EBM-Klänge dominieren. Alles in allem finde ich das Album richtig, richtig stark - lediglich die relativ kurz Spielzeit verhindert, dass ich dem Album die Höchstnote gebe. "Valediction" ist in meinen Augen ein risikoreiches musikalisches Experiment, dass stark polarisieren wird. Ich bin gespannt auf die Reaktionen im Publikum, wenn die Band im Vorprogramm von MAYHEM den Anheizer geben wird.


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Relentless Passing
02. Wrapped In Wax
03. Dreadfully Pious
04. Timeless Turmoil
05. Bloody Roses
06. The Call Of The Faithful (Faithless)
07. She Lives In Red Light (Devine)
08. Ligature Marks
09. Push
10. Severance
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 38:54 Minuten
VÖ: 04.10.2019

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

18.10.2019 Valediction(9.0/10) von T.Roxx

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!