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Edenbridge - Dynamind

Review von Metal Guru vom 24.10.2019 (992 mal gelesen)
Edenbridge - Dynamind EDENBRIDGE stammen aus Österreich, spielen laut eigener (und auch meiner bescheidenen) Einschätzung nach symphonisches Metall und sind hierzulande unbegreiflicherweise noch immer relativ unbekannt. Seit ihrer Gründung im Jahre 1998 hat die Band um Sabine Edelsbacher (Gesang, Image und Klamotten) und Arne Stockhammer (Gitarren, Kompositionen, Orchestrierungen, Tasten und Texte) neun Studio- und drei Livealben voller Harmonie/Melodie und Härte/Metall veröffentlicht. Unterstützung hierbei erfuhr das paradiesische Paar regelmäßig von verdächtig vielen Begleitmusikern - so auch auf der neuen (mir leider nur als MP3 vorliegenden) "Dynamind": Zusammen mit Dauerbrenner Dominik Sebastian (zweite Gitarre), Johannes Jungreithmeier (Schlagzeug) und Stefan Gimbl (Bass) schlagen die fünf Österreicher eine weitere Brücke in ihr selbst geschaffenes Musikuniversum. Lanvall (so nennt sich Herr Stockhammer offiziell) wird nicht müde, die Einzigartigkeit jedes einzelnen Albums (also auch des neuen) im Vergleich mit/zu allen anderen (Alben) hervorzuheben - ich kann ihm da nur bedingt zustimmen (siehe hierzu auch*).

"Dynamind" ist nicht nur 'ne nette Wortspielerei, sondern auch der Titel des mittlerweile zehnten Studioalbums der frauengepowerten Symphoniker und umfasst zehn Songs in fünfundfünfzig Minuten und fünfundzwanzig Sekunden. Wer EDENBRIDGE schon kennt (mit ihrem bisherigen Werk vielleicht sogar vertraut ist), kann sich auf viel 'Altes', wenig 'Neues' einstellen oder mit anderen Worten: *Wo EDENBRIDGE draufsteht, ist EDENBRIDGE drin! Wer die Band noch nicht kennt (aber mit harmonisch-melodiöser, hart-metallischer Symphonik sympathisiert), sollte sich gefasst machen auf: Anspruchsvolle Akkordfolgen (mehr der Klassik, weniger dem Rock zuzuordnen), bisweilen bombastische Chöre (NICHT in allen Stücken), durchweg englische Texte, mittelhoher/voller/warmer Weibsgesang (halb Oper, halb nicht), opulente Orchestrierungen (auch NICHT in allen Stücken), recht 'gerade' Rhythmen (viel Vier-, kaum Dreiviertel, selten Sechsachtel), sparsame (Gitarren-)Soli und - viel Verzerrung. Mit anderen Worten: Sowohl harmoniesüchtige Melodiker als auch hammerharte Metaller werden (mal wieder/wie immer) befriedigt! Ausnahmen bilden das vorab veröffentlichte 'On The Other Side' mit völlig beabsichtigtem Folk-Flair (Irish Folk aus Österreich?), der drei- bis fünfgeteilte Longtrack 'The Last Of His Kind' inklusive meditativer Mitte und erschlagendem Schluss, und dann - last not least - das atmosphärische Titelstück 'Dynamind', diesmal wie gesagt ganz am Ende der Scheibe und ganz ohne Bass, Gitarren und Schlagzeug - starker Abgang!

Machen wir uns mal nichts vor: Lanvall & Co. erfinden auch auf ihrem insgesamt dreizehnten Album weder das rhythmische Rad, noch das melodische Messer, noch den kompositorischen Kompass neu, ABER: Sie loten ihre vor Ewigkeiten selbst gezogenen Grenzen voll aus! Am besten gefallen mir (mal wieder/wie immer) der konstante Kontrast zwischen Frau Edelsbachers gefühlvollem Gesang und Herrn Stockhammers gefühlskalten Gitarren, deren beider Harmonie/Melodie und einer fast maschinellen Rhythmusgruppe und (mal wieder/wie immer) die 'radiofreundlichen' Refrains - mitsingen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht! Gegen diesen Reigen an Rhythmus/diese Masse an Melodie/diesen Haufen an Harmonie fallen die durch und durchkomponierten Soli schon ab, aber um DIE ging's bei EDENBRIDGE noch nie, zumindest NICHT primär! Der Mix wiederum geht zum wiederholten Mal auf das Konto von Karl Groom/THRESHOLD und wer den/DIE kennt, weiß: Breiter, fetter, lauter Mastermix (mir persönlich fast zu 'dicht'). Apropos: EDENBRIDGE ohne Sabines Gesang - nachzuhören auf der instrumentalen (= gesanglosen) Bonus-CD - erinnert mich tatsächlich immer mehr und öfter an Grooms Stammband, die auch schon besserer Zeiten gesehen hat! Ich spend(ier)e siebeneinhalb harmonisch-melodische, hart-metallische Tropfen meines roten Lebensafts für zehn dynamisch-mitreißende Mini-Symphonien.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Memory Hunter (5:29)
02. Live And Let Go (4:28)
03. Where Oceans Collide (4:07)
04. On The Other Side (4:48)
05. All Our Yesterdays (4:56)
06. The Edge Of Your World (5:50)
07. Tauerngold (5:34)
08. What Dreams May Come (5:58)
09. The Last Of His Kind (12:11)
10. Dynamind (2:11)
Band Website: http://www.edenbridge.org/de/
Medium: CD
Spieldauer: 55:25 Minuten
VÖ: 25.10.2019

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