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Ruins Of The Past - Alchemy Of Sorrow - Gold

Review von Stormrider vom 16.05.2019 (196 mal gelesen)
Ruins Of The Past - Alchemy Of Sorrow - Gold RUINS OF THE PAST klingt nach einer Band, ist aber das Ein-Mann-Projekt des Berliners Tobias Jäpel, der sich auf diese Spielwiese komplett alleine austobt. Wobei so richtig toben tut er gar nicht, denn das Material auf dieser 5-Track-EP, "Gold", kommt größtenteils sehr schleppend und doomig daher. Rasende Wutausbrüche sehen anders aus. Dunkel, episch mit vielen Melodien versehen, die zwar einfach genug sind, um nachvollziehbar zu bleiben, aber doch nicht zwingend genug, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. Dazu gibt es dann Growls, die leider ziemlich eintönig ausfallen und den Schwachpunkt der Veröffentlichung darstellen. Das Infoblatt spricht von melodischem Death Metal der schwedischen Sorte. Ja, wenn man Growls nur dem Death Metal zuordnet, dann passt das, aber irgendwie tue ich mir mit der Bezeichnung schwer, da die Musik eben viel zu getragen ist, um wirklich Death Metal zu sein und die Vocals eher in Richtung Gothic gehen. Nur weil es gegrowlt ist, ist es ja nicht gleich zwingend auch aggressiv und so kann man es vielleicht Dark Metal nennen? Ach egal, Genrebezeichnung sind eh Schall und Rauch.

Eröffnet wird "Gold" vom rein akustischen Prelude und versetzt den Hörer durchaus in eine emotional-dunkle Stimmung. Sehr gelungen! Leider können die Songs danach diese Stimmung nicht halten und die Monotonie der Vocals macht vieles an ordentlichem musikalischem Fundament etwas zunichte. Schlecht ist das beileibe nicht, insbesondere, wenn man bedenkt, dass hier alles alleine eingezimmert wurde. Insbesondere das Schlagzeug weiß zu gefallen, was bei Soloprojekten ja doch häufig eine Achillesferse darstellt, weil man zu sehr auf die bekannten Schemata von Angelo Sassos Kollegen zurückgreift. Daneben wird, bis auf den Abschlusstrack, auch komplett auf Keyboards verzichtet, was dem Material insofern zu Gute kommt, dass es nicht verkitscht wird. Man kann Tobias also problemlos attestieren, dass er hier instrumental-handwerklich anständige Arbeit abliefert. Nur leider habe ich das Problem, das mir das Songmaterial irgendwie zu zähflüssig ist, zu wenig zündend und am Ende zwar ambitioniert, aber doch zu wenig forciert und knackig.

Vielleicht kommen treibendere oder auch im musikalischen Sinne rasendere Elemente im zweiten Teil der geplanten Trilogie eher zum tragen. Denn die vorliegende EP ist erst die Eröffnung eines dreiteiligen Zyklus und soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Potenzial ist bei RUINS OF THE PAST auf jeden Fall da, nur das zündende Element, das fehlt mir irgendwie. Fazit: "Gold" ist solide, ohne dass man in Begeisterungsstürme ausbrechen müsste. Wer auf Doom steht, der nicht in Dauerschleife das gleiche Riff wiederholt und mit monotonen Growls was anfangen kann, der darf gerne reinhören, und den Underground zu supporten ist ja auch nie verkehrt.

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Prelude
02. Gold (Alchemy Of Sorrow – Pt. I)
03. Rust (Alchemy Of Sorrow – Pt. II)
04. The Bitter Chalice
05. Alchemy Of Sorrow
Band Website: www.ruinsofthepast.com
Medium: EP
Spieldauer: 22:58 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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16.05.2019 Alchemy Of Sorrow - Gold(5.5/10) von Stormrider

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