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Maraton - Meta

Review von Opa Steve vom 10.05.2019 (801 mal gelesen)
Maraton - Meta Das ist aber ein ganz feines Debütalbum, das uns MARATON hier präsentieren. Nicht wirklich klassischer Metal, aber doch mit vielen metaltypischen Attributen versehen. Fangen wir mal mit den Punkten an, die den Durchschnittsmetaller doch eher abschrecken: Die Musik ist oft extrem leichtfüßig und tanzbar. Dazu verinnerlichen die Skandinavier den Pop-Charme der 80er Jahre und bauen vor allem auf extrem ausgefeilten Gesang, der meist weich, manchmal in Kopfstimme, aber vor allem immer unglaublich melodisch ist. Das ist eine eindrucksvolle Leistung, die man im Metal in diesen Feinheiten nur sehr selten findet. Die bekannten HAKEN sind eine von vielen Ausnahmen, die sich so etwas trauen. Aber auf "Meta" ist neben dem Pop-Einfluss durch das dezent Melancholische auch ein gewisser Indie-Einfluss da, der mich ebenfalls an die Mainstreamvertreter des Genres dieser Epoche erinnert. Hierfür höre man den unbedingten Anspieltipp 'Altered State', der mich nach einem wilden Einstieg in der späteren Klimax an THE MISSION erinnert und stellenweise wirklich Gänsehaut verursacht. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Lesern, die jetzt immer noch gespannt sind, wie es weitergeht und warum MARATON trotzdem einen Platz in Bleeding4Metal verdienen. Trotz dieser Betonung auf Melodie und Arrangements enthält "Meta" ernstere Musik als so manche Metalscheibe. Und natürlich sind hier auch echte Heavy Riffs vorhanden. Und wenn, dann wird es auch richtig heavy! Diese drängen sich nicht immer in den Vordergrund, weil die mehrschichtigen Harmonien ihren Platz einfordern. Aber das Kontrastprogramm wie 'Blood Music' mit seinen Djent-Gitarren oder richtig rausgeknallte Titel wie 'Prime' und das eben schon erwähnte 'Altered State' ist definitiv vorhanden. Und generell gilt: Immer, wenn man aufgrund des Melodiebeginns eine böse Vorahnung eines besondes käsigen Finales bekommt, schlagen MARATON einen tollen Prog-Harmoniehaken und kriegen nicht nur die Kurve, sondern enden nicht selten in einer echten Offenbarung an songwriterischer Kunst. Der Mix macht es hier wirklich aus, und nur selten - in 'Change Of Skin' und im undurchdringlichen 'Body Double' - strengt die Proggigkeit wirklich an.

Fazit: Der Gesang wird nicht jedem gefallen, aber wenn man Freude an interessanten wie stark dargebotenen Melodien hat, sind MARATON eine Bank. Als Anspieltipp dient neben 'Altered State' auch noch der wunderbar schwerelose Opener 'Seismic'.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Seismic
02. Blood Music
03. Prime
04. Change Of Skin
05. Altered State
06. Body Double
07. The Manifest Content
08. Mosaic
09. Spectral Friends
Band Website: www.maratonmusic.com
Medium: CD
Spieldauer: 39:14 Minuten
VÖ: 26.04.2019

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10.05.2019 Meta(8.5/10) von Opa Steve

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