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Athanasia - The Order Of The Silver Compass

Review von Cornholio vom 15.03.2019 (54 mal gelesen)
Athanasia - The Order Of The Silver Compass Ganz schön selbstbewusst geben sich ATHANASIA, bzw. das Label, denn der virtuelle Beipackzettel wimmelt nur so von Superlativen. Auf den ersten Blick (ja, Blick!) ist das Debüt des Trios um ex-FIVE FINGER DEATH PUNCH Lead-Gitarrist Caleb Bingham mit einer guten halben Stunde vergleichsweise kurz geraten, aber das kennt man ja von FFDP-Konzerten. Wenn man dann noch die Sprach-Sample-Intros und die teils langen Fade-Outs abzieht, wird es vermutlich sogar unter die Dreißig-Minuten-Marke gehen. Musikalisch gibt es auf "The Order Of The Silver Compass" Metal mit düsterer und teilweise angepisster Stimmung auf die Ohren, der mich an eine Mischung von EPYSODE und MACHINE HEAD erinnert. Calebs Stimme hat etwas Ähnlichkeit mit der von Tom Englund (EVERGREY, REDEMPTION), der ja auch bei EPYSODE mitgewirkt hat, und die Instrumente erinnern mich an die Combo von Robb Flynn, allerdings mit etwas angezogener Handbremse.

Trotz oder gerade wegen der kompakten Songs kommen ATHANASIA stets auf den Punkt, keines der acht Lieder wird künstlich in die Länge gezogen, einige aber etwas zu abrupt beendet. Die Mucke beinhaltet neben Power und Thrash-Einflüssen auch einige Black und vereinzelt Death Metal-Elemente, aber die werden eher durch die Stimmung und ab und an keifende Vocals oder Grunz-Gesang hervorgerufen, nicht mittels Blastbeat. Insgesamt bleibt sich das Trio (komplettiert von Ex-MURDERDOLLS / WEDNESDAY 13-Drummer Jason West und Bassist Brandon Miller) seiner Linie treu. Die Songs kommen alle aus einem Guss, allerdings ist die Scheibe für meine Begriffe zu schnell vorbei, gerade als man sich an die Stimmung gewöhnt hat. 'Spoils Of War' und 'Cyclops Lord' sind die Songs, die ich am ehesten herausheben kann, ersterer wegen dem Refrain, der auch textlich unter die Haut geht ("your children are sent to war, setteling an old man's score")

Was mich noch etwas stört, ist (neben der kurzen Spielzeit) die angezogene Handbremse. Nur bei 'Machanized Assault' hat man halbwegs das Gefühl, dass die Band mehr aufs Gaspedal tritt, aber der Rest fühlt sich fast so an, als würden sich ATHANASIA künstlich zurücknehmen. Allerdings, wenn die Band schneller spielen würde, wäre "The Order Of The Silver Compass" ja noch kürzer. Trotzdem sind die Songs nicht schlecht, meist im Mid-Tempo gehalten, Balladen sucht man hier natürlich vergeblich, nur das abschließende 'White Horse' klingt etwas melancholisch, aber ohne die Heaviness vermissen zu lassen. Insgesamt ein ordentliches Debüt, jedoch mit noch ordentlich Luft nach oben.


Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Read Between The Lines
02. Spoils Of War
03. The Order Of The Silver Compass
04. Cyclops Lord
05. The Bohemian
06. Mechanized Assault
07. Nightmare Sound
08. White Horse
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 35:43 Minuten
VÖ: 15.03.2019

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15.03.2019 The Order Of The Silver Compass(6.5/10) von Cornholio

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