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Kadinja - Super 90

Review von Opa Steve vom 14.01.2019 (2010 mal gelesen)
Kadinja - Super 90 Das ist es also nun. Mein 1000. (in Worten: eintausendstes!) Review bei Bleeding4Metal. Das Los gezogen haben KADINJA aus Frankreich. Und mit "Super 90" habe ich es mir alles andere als leicht gemacht. Nein, man muss sogar sagen: Die Scheibe ist ein harter Brocken. Es handelt sich hierbei um den zweiten Longplayer der frischen Franzosen. Bemerkenswerterweise haben sie erst 2017 nach einer EP ihr Debüt herausgebracht. Keine zwei Jahre Abstand mag für viele Bands im Album-Tour-Album-Tour-Rhythmus funktionieren, aber KADINJA machen nicht Easy Listening-Thrash oder NWOBHM-Epen, sondern liefern hochkomplexen Stoff zwischen Djent, Alternative und Metalcore ab. Die vertrackt-verwobenen Rhythmen klingen manchmal - wie in 'From The Inside' oder 'Icon' - recht lässig und flüssig, aber die Arrangements darf man nicht unterschätzen. Nicht selten wird es so vertrackt, dass man seine ganze Konzentration dem Stoff widmen muss. Dann wird man als Hörer aber sofort belohnt, denn man dringt in Strukturen ein, die man durchaus als schön bezeichnen könnte - wenn man sie denn erst einmal durchschaut hat. In dieser Disziplin, nämlich wahnwitzige Arrangements nahezu schwebend in den Raum zu stellen, waren ANIMALS AS LEADERS zwar schon vom ersten Album an führend und KADINJA halten diesem Vergleich nicht stand. Aber sie lösen das Dilemma auf recht geschickte Weise; nämlich indem sie ein gutes Gespür dafür haben, ab wann auch die Zielgruppe überlastet sein könnte. Und dann schlagen sie oft einen bewundernswert eleganten Haken von Mathcore zu fantastisch eingängigem Alternative Metal. Der Gesang ist hier ein roter Faden - wenn man sich an diesem festhält, wird man sicher durch die Spieldauer geführt und bekommt eine Menge Orientierung an die Hand. Und von diesem roten Faden aus kann man sich dann langsam in die Breite vorwagen. Dies nur als wertvoller Tipp. Das hilft nicht immer (z. B. hat 'Right Escape' nur instrumentale Brachialparts), aber in Songs wie 'Véronique' oder 'Strive' geht diese Strategie wunderbar auf. Überhaupt wird "Super 90" mit zunehmender Spieldauer auch immer heftiger und abgefahrener. Auch eine gute Maßnahme, um sich in Schritten dem musikalischen Universum zu nähern. Lediglich der finale Song 'Avec Tout Mon Amour' ist nochmal versöhnlich eingängig und erinnert teilweise sogar an die guten alten RUSH. Man sollte daher mit Anspieltipps vorsichtig sein, denn man könnte zufällig in den verträglichsten Titeln landen, die zwar toll sind, aber falsche Tatsachen vorspielen. Um den Charakter der Scheibe zu erfassen, sollten es dann doch schon 'Strive' oder 'Muted Rain' sein.

Fazit: Für Fans, die es vertrackt, heftig und abgefahren mögen. Und für die eine Melodie in den passenden Dosen und im passenden Moment aufblühen muss. Dass die Scheibe noch mit einem exzellenten Sound daherkommt, ist nur das i-Tüpfelchen. Gelungen. Und ich freue mich, dass mein Jubiläumsreview kein langweiliges Allerweltsscheibchen war, bei dem mit "nett" schon alles gesagt wäre.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Empire
02. From The Inside
03. The Modern Rage
04. Icon
05. Right Escape
06. Véronique
07. Episteme Acoustic
08. Strive
09. Muted Rain
10. House Of Cards
11. Avec Tout Mon Amour
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 51:45 Minuten
VÖ: 18.01.2019

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14.01.2019 Super 90(7.5/10) von Opa Steve

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