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Blood - Inferno

Review von Metal Guru vom 15.11.2018 (2898 mal gelesen)
Blood - Inferno BLOOD sind 'Chuck' (guitars), 'Destroyer Eisen' (guitars and back vox), 'Satanic Taki' (bass), 'Ventilator' (drums) und Martin 'Witchskinner' (vocals and accusations), stammen aus Deutschland und schlagen uns mit "Inferno" ihr bereits achtes(!) Full-Length-Album an Fresse, in Magen und um Ohren. 'Full Length' bedeutet in diesem infernalischen Fall sechzehn Songs in sechsundzwanzig Minuten und vierundvierzig Sekunden - das nenne ich vielleicht kurz, konsequent oder kompakt, aber 'Full Length'? Egal, die ab der ersten Sekunde eingeschlagene todesmetallische Marschrichtung wird bis zur letzten Sekunde verfolgt - kein Geeiere, keine Kompromisse, keine Scheiße!

Songtitel wie 'Impuls To Destroy', 'In Hell We Burn' oder 'Inquisitor Witchskinner' sagen mir spontan eher weniger denn mehr, aber müssen sie denn überhaupt (was sagen)? Anfängliche Sprachsamples werden von an Chris Barnes (CANNIBAL CORPSE, SIX FEET UNDER) erinnernden Vocals übernommen und bleiben selbst beim Mitlesen der im Booklet abgedruckten Lyrics unverständlich. Insofern zählt - mal wieder und wie (fast) immer im infernalischen Todesmetall/todesmetallischen Inferno - die Musik. Die wird dem Albumtitel vielleicht nicht auf ganzer Strecke gerecht, geht aber schon in die Depro-, Endzeit- und Vernichtungsrichtung.

Die Produktion zerrt/wummert/schleift/rummst/rötert/kracht/dröhnt/donnert/brät/ballert bedenklich aus den Boxen, wobei das gesamte "Inferno" aufgrund der akustischen Ähnlichkeit (kennste einen, kennste alle), kurzen Länge (= Kürze) und schnellen Aufeinanderfolge (kaum Pausen) der einzelnen Songs ziemlich gleich klingt - das nennt man wohl professionell! Weitaus weniger professionell (und dann auch noch mehrfach) fallen unüberhörbare Geschwindigkeitsschwankungen innerhalb eines Songs oder Parts davon auf! Das spricht auf der einen Seite FÜR eine Aufnahme ohne sogenannten 'Klick' (Drummer drummt zum Metronom, Rest der Kapelle kracht zum Drummer), auf der anderen Seite GEGEN erweiterte technische Fähigkeiten oder/und übermäßig viel Studioerfahrung. Dem/den Vokalisten kann's wurscht sein, der/die grunzen eh erst später über alles, was ihnen vorgeworfen wird ...

Nach erster Hörung scheint nicht viel hängengeblieben zu sein, also muss ich mich entscheiden: Gleich noch mal oder später auch nicht? Meine Motivation hält sich aufgrund der erwarteten (aber irgendwie enttäuschenden) Ernsthaftigkeit der blutigen Fünf, der musikalischen Monotonie des sechzehnteiligen Infernos und des Tattertimings in Grenzen - so fange ich schon mal mit dem Schreiben an. Vielleicht nebenher doch noch mal? Ok, nach der dritten oder fünften Kompakthörung kann selbst ich ein gewisses Gefallen nicht leugnen - wie wär's mit sechs Komma sechs blutigen Tropfen von meiner Seite und dem Versprechen von Seiten der Band, sich beim 'nächsten Mal' (wann auch immer das sein mag) noch infernalischer anzustrengen?

Gesamtwertung: 6.6 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Conjuration
02. The Summoning
03. Inquisitor Witchskinner
04. Hex Inferis
05. Retrogression
06. In Hell We Burn
07. The Devil's Coronation
08. Christbait
09. Decimation
10. Breed Of The Jackal
11. Impuls To Destroy
12. Dread
13. Inferno
14. Nocturnal Ceremonies
15. Mass Distortion
16. Infidel
Band Website: www.bloood.de/
Medium: CD
Spieldauer: 26:44 Minuten
VÖ: 12.10.2018

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