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Seventh Wonder - Tiara

Review von Cornholio vom 15.11.2018 (1332 mal gelesen)
Seventh Wonder - Tiara Irgendwie sind SEVENTH WONDER bisher komplett an mir vorbeigegangen. Das kann ich mir im Hinblick auf deren fünftes Album "Tiara" überhaupt nicht erklären, die Scheibe ist meinen Vorlieben (vor allem in der ersten Hälfte) ziemlich gut auf den Leib geschneidert: Progressiver Power Metal, der Fans von SYMPHONY X, PAGAN'S MIND oder KAMELOT ansprechen könnte. "Tiara" ist das erste Lebenszeichen der Band seit dem Live-Mitschnitt "Welcome To Atlanta" 2014, das letzte Studioalbum "The Great Escape" ist sogar schon acht Jahre alt.

Schon der Opener 'The Everones' besticht durch einen tollen Refrain und starkes Songwriting, etwas progressiv, aber nicht zu verschachtelt, ein bisschen Keyboard, aber nicht zu orchestral, schön melodisch, aber nicht zu cheesy, eigentlich der perfekte Song. 'Dream Machines' fährt die Epik zwar etwas zurück, ist aber trotzdem ebenfalls ein Highlight auf der CD. Wenn die ersten beiden Lieder schon dermaßen einschlagen, wie geht es dann weiter? Kann der Rest von "Tiara" das Niveau halten? Die Antwort nehme ich gerne vorweg: größtenteils ja, aber es hätte mich auch stark gewundert, wenn das Quintett auf dem Level durchgehalten hätte (geht sowas überhaupt?).

Bei 'Against The Grain' spielen die Schweden gekonnt ein wenig mit wechselndem Tempo und dadurch wieder progressiveren Klängen, ebenso das folgende 'Victorious', ehe mit 'Tiara's Song' (toller Refrain, klingt etwas wie aus den Achtzigern geholt), 'Goodnight' (anfangs balladesk, nimmt dann immer mehr Fahrt auf, seltsame Lagerfeuer-Gesänge am Schluss) und 'Beyond Today' (schöne, gefühlvolle Ballade) ein dreiteiliges und knapp 20 Minuten langes Mini-Konzept mit dem Namen "Farewell" an der Reihe ist. Auch 'The Truth' ist sehr ruhig gehalten, aber 'By The Light Of The Funeral Pyres' geht dann wieder in die Vollen, ein starkes leicht proggiges Uptempo-Stück mit einem abrupten Ende. 'Damnation Below' ist ebenfalls etwas flotter, zählt aber nicht zu den Highlights, und das abschließende 'Exhale' ('Procession' ist nur das Intro dazu) ist mir fast zu sperrig. Die ganze Scheibe dauert 70 Minuten, und nach einer Stunde kommt nochmal ein Monstrum mit neuneinhalb Minuten Spielzeit; puh. Aber das soll den Song jetzt nicht schlecht machen, es ist einfach nur recht viel auf einmal. Aber auch 'Exhale' beinhaltet einen starken Refrain als Herzstück und wirkt dadurch recht kurzweilig.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich mich unbedingt mit dem Backkatalog von SEVENTH WONDER befassen muss! Ansonsten sollte ich noch anmerken, dass die Band mit Tommy Karevik einen recht bekannten Sänger als den ihren bezeichnet. Karevik ist seit 2012 auch bei KAMELOT aktiv und tauchte bereits mehrfach als Gastsänger bei AYREON auf, aber SEVENTH WONDER ist seine ursprüngliche Band, bei der er seit 2005 singt. "Tiara" klingt nach dem ersten Durchlauf schon stark und wird aufgrund der unterschwelligen Progressivität auch nicht langweilig! Gutes Album, gut gemacht, SEVENTH WONDER! Und für Studioalbum Nummer sechs bitte nicht nochmal acht Jahre ins Land gehen lassen, ok? Danke!


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Arrival
02. The Everones
03. Dream Machines
04. Against The Grain
05. Victorious
06. Tiara's Song (Farewell Pt. 1)
07. Goodnight (Farewell Pt. 2)
08. Beyond Today (Farewell Pt. 3)
09. The Truth
10. By The Light Of The Funeral Pyres
11. Damnation Below
12. Procession
13. Exhale
Band Website: www.seventhwonder.se/
Medium: CD, 2LP
Spieldauer: 70:01 Minuten
VÖ: 12.10.2018

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