Livebericht Evil Excess (mit Nekkromaniac ) |
| Ein Livebericht von Krümel aus Koblenz (Rockbar Florinsmarkt) - 26.09.2026 (458 mal gelesen) |
Bereits im Vorfeld zeichnet sich ab, dass es an diesem Abend im Koblenzer Florinsmarkt voll werden dürfte. Schließlich feiern die Black Thrasher EVIL EXCESS die Releaseparty ihres Debütalbums "Infiltrate Their Sanctuary". Die Veranstaltung ist fast ausverkauft, an der Abendkasse sind zunächst nur noch fünf Tickets erhältlich. Noch bevor der Abend richtig losgeht, heißt es aber schließlich: "Sold Out". Die gemütliche Location füllt sich entsprechend schnell und auch die Temperaturen steigen mit jedem weiteren Gast.
Anders als ursprünglich geplant startet das Konzert an diesem Samstagabend erst gegen 21 Uhr. Den Anfang machen dabei erst einmal NEKKROMANIAC. Wobei zunächst etwas Unsicherheit herrscht, ob man beginnen kann. Auf die Frage von Sänger Ægror, ob man anfangen oder er einen Witz erzählen solle, steigt die Band zunächst mit den Worten "Wir sind EVIL EXCESS aus Pirmasens" und dem Opener 'Plague Eater' in ihr Set ein. Sicherheitshalber stellt man nach dem folgenden 'Sacrifice' klar, dass es sich natürlich um NEKKROMANIAC handelt. Das Publikum reagiert zu Beginn noch etwas verhalten, obwohl NEKKROMANIAC direkt Gas geben. Mit dem dritten Song 'Blood Angel's Mass' folgt ein neu aufgenommener älterer Demosong und anschließend mit dem speedigen 'I Am The Gate' ein Stück, das die Jungs heute zum allerersten Mal live präsentieren. Das kommt bei den Zuschauern ziemlich gut an und ab da wird nun auch die Stimmung insgesamt lockerer. Für 'Black Death' kommt dann sogar EVIL EXCESS-Shouter Skullcrusher mit auf die Bühne, was bei der Meute davor für Jubel sorgt. Am Ende des Auftritts gibt es sogar lautstarke Zugaberufe. Und so lassen sich NEKKROMANIAC nicht lange bitten und legen noch einen weiteren Song nach. Dafür gibt es verdientermaßen kräftigen Applaus aus dem sehr gut gefüllten Florinsmarkt.
Nach einer kurzen Umbau- und Verschnaufpause ist es Zeit für die Lokalmatadoren des Abends: EVIL EXCESS betreten die Bühne. Im inzwischen komplett ausverkauften Haus ist es mittlerweile ordentlich warm geworden. Die fünf Mannen lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken und legen mit 'Infiltrate' direkt los. Nach dem Opener folgt die Vorstellung der Band - mit dem augenzwinkernden "Wir sind NEKKROMANIAC aus Koblenz". Gute Retourkutsche. Das Publikum ist von Anfang an deutlich aktiver als noch zu Beginn des Abends. Bereits bei 'Purged' bildet sich der erste Moshpit. Eigentlich löst sich dieser bis zum Ende des Auftritts nicht mehr auf. Nach 'Knights Of Lucifer', bei dem kräftig viele Fäuste nach oben gestreckt werden, kündigt der Fronter scherzhaft an: "Kommen wir zur ersten Ballade." Spätestens dabei ('S.M.E.K. (Speed Metal Excess Kommando)') zeigt sich, dass die Zuschauer inzwischen vollständig auf Betriebstemperatur sind. Der Refrain wird lautstark mitgesungen oder gegrölt. Bei 'Beerspeed' ist die Menge dann endgültig nicht mehr zu halten und mosht, was das Zeug hält. Auch zwischen den Liedern wird die große Unterstützung für die Band immer wieder deutlich: "EVIL EXCESS"-Rufe schallen durch den Florinsmarkt und begleiten den Fünfer im weiteren Verlauf durch nahezu jeden Song. Die Band präsentiert alle Stücke des neuen Albums und ergänzt zwischendurch die vier des 2022er-Demos. Die Mischung funktioniert an diesem Abend richtig gut und sorgt für ein abwechslungsreiches Set, ohne dass der Spielfluss darunter leidet. Beim Abschluss 'Steel Cvlt' kommt sogar ein Crowdsurfer zum Einsatz. Natürlich bleiben danach die Zugaberufe nicht aus. EVIL EXCESS fackeln logischerweise nicht lange. Für das Encore kommt dann sogar der Bassist von NEKKROMANIAC auf die Bühne und unterstützt gesanglich bei der Coverversion von VENOMs 'Black Metal'. Ein absolut passender Abschluss für einen Abend, der vor allem von viel Energie und einem aktiven Publikum lebt. Dieses bejubelt den Auftritt am Schluss verdientermaßen frenetisch.
Nach den inzwischen vier EVIL-EXCESS-Auftritten, denen ich bisher beiwohnen durfte, lässt sich feststellen: Die Band wirkt von Konzert zu Konzert sicherer und eingespielter. Auch an diesem Abend zeigt sich, dass die Jungs live einiges an Energie auf die Bühne bringen und ihr Publikum bis zum Schluss im Griff haben und ordentlich in Bewegung halten können.
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