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King Kobra - Sweden Rock Live

Review von Elvis vom 20.08.2018 (3104 mal gelesen)
King Kobra - Sweden Rock Live KING KOBRA, das Kind von Drumlegende Carmine Appice, veröffentlichten in den 1980ern drei starke Alben. Die ersten beiden davon waren gesanglich noch von damals Mark, heute Marcie Free eingesungen worden. Appice legte die Band Ende der 80er auf Eis, doch in den 2010ern war es dann Zeit für ein Comeback. Im Line-up ist mittlerweile Paul Shortino am Mikrofon zu vermelden, den man vor allem von ROUGH CUTT und einem kurzzeitigen Engagement bei QUIET RIOT nach dem zwischenzeitlichen Weggang von Kevin DuBrow kennt. Zwei starke Alben folgten, da jedoch nicht alle Bandmitglieder allzu viel Zeit haben, wurde es nach 2013 dann wieder ruhiger. 2016 kamen KING KOBRA jedenfalls u. a. zum Sweden Rock für einen Liveauftritt, den man nun auch als Live-Dokument bekommen kann.

In der knappen Stunde sind neben Appice und Shortino allerdings dafür dann auch Johnny Rod (Ex-W.A.S.P.) am Bass sowie David Henzerling und Jordan Ziff an der Gitarre auf der Bühne. Zu hören gibt es einen ordentlichen Querschnitt aus alten Klassikern wie dem Opener 'Ready To Strike' oder 'Hunger' (okay, das war technisch sogar ein KICK AXE-Cover - aber man kennt es am besten von KING KOBRA) und neueren Songs wie 'Tear Down The Walls' oder 'Turn Up The Good (Times)'. Das ist auch alles ziemlich gelungen gespielt, allerdings fehlt ein bisschen der letzte Kick, damit es angesichts der Profis auf der Bühne so richtig gut wäre. Klanglich hat man auch nicht großartig gebastelt, weswegen das Live-Feeling auf alle Fälle erhalten ist. Der für mich wesentlichste Kritikpunkt ist eine Quasi-Unart, die ich jedoch auf Festivals in den letzten Jahren bei etlichen Bands häufiger sehen bzw. hören musste. Bei insgesamt 13 Songs gibt es mit dem an das Bass-Solo gekoppelte W.A.S.P.-Cover 'Wild Child', dem DEEP PURPLE-Klassiker 'Highway Star' und dem immerhin variierten 'Heaven And Hell' drei reinrassige Cover-Versionen, also fast ein Viertel der Set List. Ja, Ronnie James Dio ist weiterhin tot, wir vermissen ihn auch alle, aber ich finde, langsam braucht man nicht bei gefühlt jedem zweiten Konzert oder insbesondere Festival in den Set Lists ein Cover eines entsprechenden Songs. W.A.S.P. sind auch immer noch fleißig unterwegs, man kann es also auch vom Original Blackie Lawless hören. Und DEEP PURPLE sind jedenfalls auch erst auf dem Weg in den Ruhestand. Bei einer Spielzeit von 105 bis 120 Minuten finde ich das alles noch vertretbar, aber bei einer knappen Stunde ist das schon mehr als grenzwertig. Da geht dann für meinen Geschmack einfach zu viel Spielzeit verloren, die man mit eigenem - und zwar gutem! - Material hätte füllen können.

Abgesehen von diesem Kritikpunkt ist "Sweden Rock Live" jedoch ein solides Live-Dokument geworden, mit dem Fans der Band sicherlich ihre Freude haben werden. Es wäre schade, wenn nicht auch mal wieder was aus dem Studio zu hören wäre, denn drauf haben die Herren es auch heute noch.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ready To Strike
02. Tear Down The Walls
03. Knock 'Em Dead
04. Shadow Rider
05. Live Forever
06. Ballad Of Johnny Rod
07. Bass Solo - Wild Child
08. Hunger
09. Highway Star
10. Heaven And Hell
11. Drum Solo
12. Raise Your Hands To Rock
13. Turn Up The Good (Times)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 56:08 Minuten
VÖ: 27.07.2018

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