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Maladie - Of Harm And Salvation

Review von grid vom 23.02.2018 (2381 mal gelesen)
Maladie - Of Harm And Salvation Unter dem Namen MALADIE vereinen sich neun Musiker, die allesamt keine unbeschriebenen Blätter sind, da sie darüber hinaus noch in allerlei anderen Combos zugange sind oder waren. Bemerkenswert ist, dass sich unter den neun der Belgier Déhà befindet, der es allein schon auf deutlich mehr als ein Dutzend Bands und Projekte bringt, und dennoch Zeit übrig hat, um die Ludwigshafener mit Gesang, Tasten- und Celloarbeit zu unterstützen.

Deren dritter Langspieler "… Of Harm And Savation" startet mit weichen Klängen und in Französisch gesprochenen Worten, der Ausbruch lässt nur kurz auf sich warten und was sich im Laufe der nächsten Stunde dann abspielt, ist zwar nicht so ganz einfach zu beschreiben, aber dafür erstaunlich leicht zu hören und nachzuempfinden. Aus einem Überfluss an Ideen und Stilen bedienen sich MALADIE scheuklappenlos, um ein opulentes Stimmungsbild zu schaffen, das die verschiedenen Grade von Schmerz und Linderung ausdrückt. Kein kleiner und auch kein erdrückend großer, aber dennoch ein tragender Baustein in diesem Werk ist progressives Schwarzmetall, das sich erfolgreich nicht nur gegen Jazz-Einflüsse und avantgardistische Songstrukturen behauptet, sondern im Verbund mit ihnen kontrastreiche Stimmungen zwischen Leid und Erlösung schafft, genauso wie es der Albumtitel verspricht. Der Gesang steht dem Anliegen in nichts nach. Es tönt klar und rein, wie auch hässlich, prollig, versoffen, krächzend und giftig geifernd, wodurch ein lebhaftes, quirliges, aber auch sehr tiefgründiges Gefühlsspektrum ausgebreitet wird, das über die lange Spielzeit fesselt. Einen besonderen Raum nimmt das Saxophon ein, das für jazziges Feeling sorgt, aber auch anrührende Momente beschert, wenn es zum Beispiel gegen Ende von 'Abominaris' und 'Renuntiatio' zitternd piept. Die beiden instrumentalen Stücke 'Progressus' und 'Alteramentum', sind dagegen der Code zu traumverlorenen Gedanken, die alle Spannungen auflösen.

Meine Begeisterung trüben allerdings die deutsch gesprochenen oder gesungenen Texte, für die ich mich auch nach dem x-ten Durchlauf nicht erwärmen kann, da sie nach meinem Empfinden weniger rund und passend klingen als die englischen, lateinische oder französischen.

Fazit: MALADIE fahren ein großes emotionales Geschütz auf. Doch trotz aller starken Kontraste treibt "… Of Harm And Savation", ohne auch nur einmal zu ruckeln, durch ein Stimmungsmeer aus Blasts, Eruptionen, weich und harsch klingenden Melodien und ebenso vielfältigen Gesang. Ein Album, das fordert aber gleichzeitig belohnt.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Desiderium
02. Depugnare
03. Oblivio
04. Abominaris
05. Progressus
06. Profunditas
07. Renuntiatio
08. Alteramentum
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 1:09:11 Minuten
VÖ: 23.02.2018

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23.02.2018 Of Harm And Salvation(8.0/10) von grid

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