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Kaipa - Children Of The Sounds

Review von Metal Guru vom 03.10.2017 (2069 mal gelesen)
Kaipa - Children Of The Sounds 'On The Edge Of New Horizons' befinden sich KAIPA auf ihrem neuen Longplayer "Children Of The Sounds" meiner Ansicht nach nur zum Teil. Warum dann alle zehn Tropfen? Antwort A (die gute Nachricht): alles wie gehabt, Antwort B (die schlechte Nachricht): alles wie gehabt! Da aber alles (und damit meine ich wirklich alles), was die Gruppe um Mastermind Hans Lundin seit Anfang des Jahrtausends rausgehauen hat, meiner Ansicht nach minimal dreizehn Tropfen wert ist, bekommen KAIPA selbst für ein zugegebenermaßen 'typisches' Werk alle zur Verfügung stehenden (Tropfen), zumal Hans in einem seiner sehr seltenen Statements verlauten ließ, dass er vielleicht überhaupt keine progressive Musik mehr unter dem KAIPA-Banner veröffentlichen wolle. Warum ich diese Scheibe allerdings bei den 'Hard'n Heavy'-Neuheiten gefunden (nicht gesucht) habe, ist mir ein Rätsel - da wusste wohl jemand nicht, worum es geht ...

Die Musik besteht aus nur(?) fünf Titeln in exakt achtundfünfzig Minuten - das sieht KAIPA mal wieder ähnlich, allerdings kein reines Instrumental und auch kein Song auf Schwedisch diesmal! In den einzelnen Stücken passiert dynamisch, harmonisch, kompositorisch, melodisch, rhythmisch so dermaßen viel, dass jeder Versuch, einem (oder einer) Außenstehenden den akustischen/folkigen/jazzigen/progressiven/rockigen/symphonischen/unmetallischen KAIPA-Kosmos auch nur annäherungsweise erklären zu wollen, zum Scheitern verurteilt sein muss. Als Gegenmittel empfehle ich: selbst hören, und zwar mindestens drei- bis fünfmal im Stück - nur so erschließt sich das nicht zu leugnende musikalische Genie des Hans Lundin: Themen werden vorgestellt/miteinander vermischt/variiert, gerade Taktarten gehen/krumme Taktarten kommen, Moll morpht zu Dur/Dur gerät zu Moll, männlicher und weiblicher Gesang wird von hochkomplexen Instrumentalpassagen/sensationellen Soli abgelöst, dazu dann das eine (Selbst-)Zitat hier, das andere da - ein einziger endloser Fluss positiver Energie (jaja, ich weiß ...). Dieses schwedische Projekt (die Jungs und Mädels treten nie live auf) muss man einfach mehrmals hören, um süchtig zu werden. KAIPA 'to go' - no way!

Die Musiker Morgan Agren (akustisches Schlagzeug), Aleena Gibson (Haupt- und Chorgesang), Hans Lundin (sämtliche schwarzen und weißen Tasten, seltener Hauptgesang), Patrik Lundström (ebenfalls Haupt- und Chorgesang), Per Nilsson (viele elektrische und wenige akustische Gitarren) und Jonas Reingold (elektrische Bässe) sind KAIPA. Zu ihnen gesellt sich ab Stück drei (mal wieder) Geigerin Elin Rubinsztein - sie spielt die eine oder andere sehr sonore Geigenmelodie oder exekutiert zusammen mit Per schier endlose Unisonolinien.

Die Produktion klingt auch dieses Mal wieder absolut ausgewogen und trotz all der Strominstrumente relativ akustisch. Wenn überhaupt, könnte man vielleicht den nicht ganz so dominanten Bass oder die leicht lautstärkereduzierten Drums bemängeln, aber warum sollte man? "Children Of The Sounds" klingt wie alle KAIPAs dieses Jahrtausends einfach menschlich/organisch/warm - ein 'Sonic Universe' inmitten des allgegenwärtigen/unerträglichen/zunehmenden Dauerlärms!

Die Verpackung geht auf (Insideout-Housedesigner) Thomas Ewerhards und Hans Lundins Konto gleichermaßen: Als Spiegel der Musik/der Texte wirkt das farbenfrohe, leicht nebulöse Digipack wie aus einer anderen (farbenfrohen und nebulösen) Welt - Lundins Welt. Auf diese außerweltliche Harmonie/Melodie/Schönheit muss man sich einlassen (können), was ich hiermit jeder und jedem Dauergestressten dringend empfehle.

KAIPA stehen für mich nach wie vor für harmonische/melodische, kompositorische/textliche und rhythmische/spielerische Perfektion - besser geht's einfach nicht (und wenn man keinen Metal erwartet). Ob man jetzt "Children Of The Sounds" unbedingt braucht, wenn man z.B. die gleichermaßen perfekten "Notes From The Past" oder "In The Wake Of Evolution" oder "Sattyg" schon hat, möchte ich hier gar nicht beurteilen. Ich für meinen Teil kann von diesem klanglichen Universum nicht genug bekommen. Ach, erwähnte ich eigentlich schon, dass ich Hans, seine vier Jungs und zwei Mädels liebe?

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info
01. Children Of The Sounds
02. On The Edge Of New Horizons
03. Like A Serpentine
04. The Shadowy Sublight
05. What's Behind The Fields
Band Website: www.kaipa.info
Medium: CD
Spieldauer: 58:00 Minuten
VÖ: 22.09.2017

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