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Sengaya - Metamorphosis

Review von Opa Steve vom 30.10.2002 (2328 mal gelesen)
Sengaya - Metamorphosis Wie eine Drohung klingt schon die Ankündigung im Flyer, dass diese CD "in den endlosen Hallen und Gängen des Proberaums" aufgenommen worden sei.

Aber gottseidank bleibt es bei einer leeren Drohung. Die Prog-Rock/Metal-Kapelle aus deutschen Gefilden stampfte eine nicht üble Produktion aus dem Boden, und bis auf einigen rohen Proberaum-Charme in den trockenen Vocals und beim Drum-Sound fallen die etwas ungewöhnlichen Produktionsbedingungen eigentlich überhaupt nicht auf. Der Mix ist sauber, das Mastering hätte etwas mehr Dampf vertragen können, aber dieses Rund klingt weitaus sauberer als manche Möchtegern-Produktion diverser dubioser Labels.

Die Mucke ist wie gesagt Prog-Rock und leiht sich aus dem Metal-Segment ein paar kräftige Gitarrenriffs, ohne jetzt so richtig Metal zu sein.
Nach einem klassischen Intro im Stil eines typischen Orgelkonzerts beginnt die CD etwas kräftiger, bevor der Strophenteil von Way Of Ecstasy das typisch unstete Stakkato mit gegenläufigen Rhythmen startet, ohne das eine Prog-Kapelle offenbar nie auskommen wird.

Weiter geht's mit Wake Up und dem Titelsong im gediegenen und auch noch greifbaren Dream Theater Stil, wobei Metamorphosis durch einen herrlichen Gitarrensolo-Part glänzt, wie man ihn seit den Dinosaurier-
Bands der 70er Jahre eigentlich gar nicht mehr spielt. Es macht ichtig
Spass, einem langen, schönen Solo mal wieder relaxt zuzuhören.

Behind the Myths ist wohl der metallischste Titel überhaupt auf der ganzen Scheibe. Nach einem energischen Einstiegsriff klingt der Song wie eine Mischung aus Black Symphony und Death SS. Theatralischer, im Gesang an Musical-Gesangslinien erinnernder, Hardrock/Metal. Leider bietet der Song für seine Spieldauer etwas wenig Abwechselung und zu viel Wiederholung, was beim Hörer ziemlich schnell einen Abnutzungseffekt hervorruft. Schade, denn wenn man sich im Anflug einiger guter Ideen hätte mehr gehen lassen, hätte ein richtig tolles Werk draus werden können.

Der straighteste Rocker "World Of Illusion" schliesst dieses 7-Track-Album sehr ruhig und hymnisch ab. Mit Valos Stimme und einer zeitgemäß fetten Produktion könnte der Chorus wirklich als HIM-Hit durchgehen. Auch hier wieder ein schönes Solo im Stil der alten Guitarheroes, die sich einst durch bewusst gelebte Töne in das Gedächtnis spielten, anstatt ausschliesslich den Hals rauf- und runter zu jagen.

Dies ist ein Album für den Freund des ruhigeren Metals/Hardrock, der sich auch von einigen Frickeleien nicht abschrecken lässt. Es bietet genug Momente des bewussten Kennenlernens, ebenso wie Songs wie den Schlusstrack, die auch mal einfach so im Hintergrund laufen können. Als Manko könnte man die streckenweise ziemlich dick aufgetragenen Gesangslinien werten. Gerade der Chor des Opener-Songs zehrt durch seine Überfrachtung doch schon etwas an den Nerven - hier könnte weniger mal mehr sein. Auch für das Pathos der eigentlich nicht schlecht ausgearbeiteten Gesangsmelodie von Wake Up besitzt Stefan Pohl leider nicht die so "richtig grosse" Stimme, um die hohen Passagen raumfüllend rüberzubringen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. An den berühmten Stimmen ist heutzutage ein professioneller Engineer ja nicht gerade unbeteiligt....

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Eos (Intro)
2. Way of ecstacy
3. Wake up
4. Metamorphosis (Instrumental)
5. Behind the myths
6. Vengeance
7. World of illusion
Band Website: www.sengaya-music.de
Medium: CD
Spieldauer: 33:05 Minuten
VÖ: 12.10.2002

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30.10.2002 Metamorphosis(7.0/10) von Opa Steve

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