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The Wounded Kings - Visions In Bone

Review von Dimebag vom 22.09.2016 (3537 mal gelesen)
The Wounded Kings - Visions In Bone Der Herbst hat begonnen und zur melancholischsten Jahreszeit liefern THE WOUNDED KINGS den Soundtrack. Passend dazu hat sich die Band auch noch kurz vor Veröffentlichung des Albums aufgelöst. Somit ist ihr fünftes Album ihr Nachlass an die Doom-Welt und der hat es in sich.

In fünf Songs, die meist die Zehnminutenmarke überschreiten, erschaffen die Engländer Doom der reinen Lehre. Kein unnötiger Überbau, keine Einflüsse anderer Stile und trotzdem einen großen Schuss Eigenständigkeit. Vor allem die unvergleichliche Stimme von George Birch und der organische Sound erdrücken den Hörer fast. Dazu schafft man es, diesen auch noch über die ganze Albumlänge bei Stange zu halten, obwohl man fast gänzlich auf eingängige Refrains verzichtet. Die Riffs wabern lavaartig durch den Gehörgang und erzeugen eine wohlige Melancholie, die bis zum Ende des Albums immer düsterer wird.

'Beast' eröffnet das Album eher rockig, über eine Länge von mehr als dreizehn Minuten wechselt man stets zwischen lauten Momenten und fragilen, leisen Tönen. 'Vultures' legt mit einem schnelleren Groove los, der aber immer weiter gedrosselt wird, bis er sich zum Ende des Songs wieder aufbäumen darf. 'Kingdom' besticht durch Iommi-Riffs und einem beschwörenden Spoken-Word Mittelpart. 'Bleeding Sky' ist dann mit knappen vier Minuten der kürzeste Song und das Beispiel für totale Entschleunigung. Beim Hören senkt sich der Puls automatisch und die Wahrnehmung verlangsamt sich. In 'Vanishing Sea' werden die bisherigen Trademarks durch ein Klavier ergänzt, womit man dem melancholischen Vibe die Krone aufsetzt. 'Beast' erinnert dann in den schnelleren, eingängigen Momenten an doomige WOLFMOTHER, wobei man dann mehr in Richtung Jazz verfällt, um zum Schluss nochmal ein übermächtiges Riffgebirge aufzubauen. Mein Lieblingssong des Albums und natürlich Anspieltipp.

FAZIT: THE WOUNDED KINGS haben zum Abschied ein anständiges Album hinterlassen, bei dem man sich zur dunklen Herbstzeit wunderbar in Melancholie suhlen kann. Spannendes Songwriting, eigenständiger Sänger, erdrückende Produktion sorgen für ein wunderbares Hörerlebnis. Wie immer bei Doom-Alben dieser Art gilt: muss man sich erarbeiten.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Beast
02. Vultures
03. Kingdom
04. Bleeding Sky
05. Vanishing Sea
Band Website: www.myspace.com/thewoundedkings2
Medium: CD
Spieldauer: 47:24 Minuten
VÖ: 26.08.2016

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