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Project Pitchfork - Inferno

Review von Souleraser vom 09.10.2002 (2641 mal gelesen)
Project Pitchfork - Inferno Die deutschen Düster-Elektro-Pioniere "Project Pitchfork" legen mit "Inferno" ihr 11. reguläres Studioalbum vor, 19 Monate nach dem letzten Output "Daimonion".

Herausgekommen ist dann allerdings nur eine erschreckend belanglose Aneinanderreihung von elektronischem Geschraddel, das niveaumäßig irgendwo zwischen den Soundstücken des "Magix Music Maker" und sehr interessantem, heftigem Industrial schwankt.

Leider sind die echten Highlights wirklich rar gesäht:
Der Opener, "Momentum" genannt, der eine herrlich melancholische, depressive Ballade ist, der man keinerlei merkwürdige Basedrums oder dergleichen angetan hat. Traurig-schöner Gesang, toller Song.
Gleiches gilt auch für den Rausschmeißer, "Crepusculum". Die gleichen Qualitäten, schöner Song.

Weitere echte Highlights sind "I am (A thought in Slowmotion)", der überhaupt nicht in Zeitlupe abläuft, sondern zu den heftigeren Tracks dieses Albums gehört, richtig abwechslungsreich und leider auch viel zu kurz ist, des weiteren "Your cut feather", ein sehr stimmiger, atmosphärischer Track, interessant und mit schönem Gesang.

Weitere Songs, die immerhin nicht ganz schlecht sind, sind zum Beispiel "(Mehr als) Der Absprung", welcher eine trancemäßige, interessante Klangwelt erschafft, obwohl auch dieser Song von der Basedrum gnadenlos totgestampft wird, so daß einfach nicht wirklich Flair aufkommen kann.
"Zeitfalle", einer der auf deutsch gesungenen Songs des Albums, eher industrialmäßig gehalten. Guter Song, allerdings nicht unbedingt überragend.
"The Spoken Mirror" erinnert mich nicht wenig an die jüngsten Charterfolge des Exportschlagers "Rammstein", recht ordentliches Industrialgeklopfe, bei dem allerdings der Gesang sehr stark in den Hintergrund gemischt wurde.

Die übrigen Songs sind wirklich Dutzendware, die ebensogut in einer Popperdisco laufen könnten, zum Beispiel "The Deepest Place", "Souls in Ice" oder "Lightwave". "Lead and Feather" ist eindeutig einer der langweiligsten Songs des Albums, da er ungeheuer langsam und geradezu "leise" klingt, wobei er wenigstens etwas düstere Atmosphäre erzeugen kann, im Gegensatz zu den übrigen Belanglosigkeiten.
"Faszinierend" fand ich dann auch irgendwie "Sinus", das mir irgendwie wie ein musikalisch unterlegter Abzählreim vorkam.

Ganz klar: Damit gibts hier keinen Blumentopf zu gewinnen.
Project Pitchfork schmeißen mit "Inferno" ein wirklich belangloses Album auf den wehrlosen Markt.

Abzüge in der B-Note gibts dann natürlich auch noch für den Kopierschutz, der sich auf der CD befindet. Ich hatte zwar keine Probleme mit dem Abspielen der CD auf den Testgeräten (Autoradio, Discman, Anlage, Linux-PC), nichts desto weniger könnte man sich im Hause Warner mit dieser Maßnahme - die von der Band nicht getragen wird - ins eigene Fleisch geschnitten haben.

Wobei ich mir persönlich ohnehin nicht vorstellen kann, wer sowas will...


Gesamtwertung: 5.5 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Momentum
2. The Deepest Place
3. Souls in Ice
4. (Mehr als) Der Absprung
5. Lead and Feather
6. Zeitfalle
7. A Cell
8. Awakening
9. Lightwave
10. I am (A thought in slowmotion)
11. Sinus
12. Your cut Feather
13. The Spoken Mirror
14. Crepusculum
Band Website: www.pitchfork.de
Medium: CD
Spieldauer: 61:29 Minuten
VÖ: 30.09.2002

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