Vuolla - Blood. Stone. Sun. Down.

Review von Krümel vom 10.07.2016 (2626 mal gelesen)
Vuolla - Blood. Stone. Sun. Down. Die nordischen Breitengrade mit ihren dunklen Wäldern und weißen Ebenen sind ja bekannt dafür, dass aus ihnen jede Menge an düster-melancholischer Musik entspringt. So wundert es nicht, dass die Finnen VUOLLA sich eben diesem Genre verschrieben haben. Das kürzlich erschienene Debüt trägt den geheimnisvoll anmutenden Titel "Blood. Stone. Sun. Down." Auch das auf alt getrimmte Cover mit den schwarzen Kerzen zeigt genau, welche Stilrichtung die Band vertritt. Darüberhinaus ist die Heimatstadt VUOLLAS - wie man aus den Infos erfährt - auch die der Meister SWALLOW THE SUN.

Also, wenn man in der Vita auf solche Namen verweist, dann macht das den potentiellen Hörer ja im ersten Schritt neugierig. Aber nicht nur das, denn bei mir hat sich dadurch eine gewisse Erwartungshaltung eingestellt - und die ist ziemlich hoch gewesen. Aber wie steht es nun um die Musik von Kati Kallinen (Vocals/Keyboards), Mika Laine (Bass), Ilari Kallinen (Gitarre), Kalle Korhonen (Growls) und Timo Ruunaniemi (Drums)? Kann sie die Erwartungen erfüllen? Nun, die acht Songs knacken allesamt die Sieben-Minuten-Marke und gehen teilweise sogar weit darüber hinaus. Soweit sind schon mal Ähnlichkeiten zu den Kollegen von STS. Natürlich auch die düstere, doomige Grundstimmung und einige melancholische Melodiebögen. Die Stücke sind zwar teilweise recht gefällig, allerdings erreichen VUOLLA bei Weitem nicht die Qualität ihrer Landsleute. Vielleicht sollte man die Kompositionen kompakter gestalten, denn auf Dauer ziehen sich manche Lieder wie Kaugummi, ohne richtig fesseln zu können. Die cleanen Vocals von Keyboarderin Kati sind auch etwas gewöhnungsbedürftig und klingen stellenweise etwas zu nasal und weinerlich.

Fazit: Wem es im Sommer zu hell und warm ist, der kann sich schon jetzt mit "Blood. Stone. Sun. Down." ein Stück des dunklen Herbstes ins Haus holen. Kein schlechter Einstieg von VUOLLA, allerdings sind noch erhebliche Steigerungen notwendig, um an die Sphären von STS heranzureichen zu können.

Albumtrailer


Gesamtwertung: 5.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Death Incredible
02. Emperor
03. Chambers To Fill With Longing
04. Rain Garden
05. Shadow Layer
06. Rivers In Me
07. Film
08. Quiet Cold
Band Website: vuolla.net/
Medium: CD
Spieldauer: 66:02 Minuten
VÖ: 03.06.2016

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