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Eis - Bannstein

Review von Rocko Flanell vom 05.10.2015 (2827 mal gelesen)
Eis - Bannstein Fünf Tracks und eine Laufzeit von über 45 Minuten. Das ist doch mal 'ne Ansage. Los geht's mit einem düsteren, gesprochenen Intro, welches einem Richtspruch gleichkommt, und quasi unser aller Ende prophezeit, passend zum Namen des Tracks 'Unser letztes Menetekel' (Wikipedia sagt: Menetekel = eine unheilvekündende Warnung, ein Vorzeichen drohenden Unheils). EIS gehen auf ihrem dritten Album "Bannstein" stimmungstechnisch also gleich in die Vollen. Allerdings veröffentlichten die Bielefelder zuvor unter dem Name GEIST bereits drei weitere Alben, das eigentliche Debüt "Patina" erschien bereits 2005 und ist seit 2011 unter dem Banner EIS wieder erhältlich. Wie schon zu Beginn angedeutet spielen EIS atmosphärischen Black Metal, der auch nicht vor dem Einsatz von Samples und Keyboards zurückschreckt. Gesungen wird in lyrisch-bildlichem Deutsch. Alles zusammen bleibt mir dann am Ende nichts anderes übrig, als EIS mit den Label-Kollegen von DORNENREICH zu vergleichen, bei welchen das Rezept ganz ähnlich war bzw. ist. Die Produktion bewegt sich auf ansprechendem Niveau, es klingt definitiv nicht nach Garage oder Keller. Das Schlagzeug bildet eine gut klingende Basis, über die sich die kratzig-krächzenden Gitarren legen, die gar nicht mal so verzerrt sind. Um den Bass zu hören musste ich schon gut hinhören, der geht bei voller Instrumentierung etwas unter. In ruhigen Momenten gibt es akustische Gitarren zu hören. Durch abwechslungsreiche Tempi und interessante Riffs und Parts bleibt die Musik kurzweilig.

'Über Den Bannstein' ist mit über zehn Minuten der längste Track des Album und steht genau in der Mitte. Die ersten dreieinhalb Minuten geht es mit ordentlich Tempo zur Sache, der Gesang setzt aus und EIS nehmen Fahrt raus. Es gibt einen kurzen Break mit einer akustischen Gitarre. Im mittleren Tempo mit schwerem Riff geht es anschließend weiter, und das Tempo zieht Stück für Stück wieder an, bis wir ab Minute sechs wieder bei vollem Tempo sind, wenn der Gesang erneut einsetzt. Ab 07:30 erklingt dann das letzte Riff wieder und wieder, allerdings versteckt sich darin eine melodiöse zweite Gitarre, die leider etwas zu weit im Hintergrund und zu leise ein paar Töne von sich gibt und im Verlauf dann durch eine akustische Gitarre abgelöst wird, die immer weiter in den Vordergrund rückt, bis der Song ausklingt.

'Im Schoß Der Welken Blätter' startet ruhig mit einem Cello, wenn ich mich nicht irre, zu dem sich dann andere Streicher und eine Akustik gesellen. Allerdings bin ich mir bei den Streichern nicht sicher, ob das alles echt ist, oder aus dem Computer stammt. Zusammen mit einem Schrei setzen die E-Gitarren ein, die mit viel Gewicht den Rhythmus der Streicher fortsetzen. In schleppendem Mid-Tempo geht es nun durch den Rest des Songs, auch wenn die Drums da mal ausbrechen, ausklingen tut das ganze wieder mit Streicher, Akustik und einem Erzähler, der uns von unserem Ende berichtet...

Insgesamt haben wir es, trotz der "nur" 5 Songs mit einem abwechslungsreichen Album zu tun. Eingerahmt in die Worte des Erzählers sind wir Zeugen des Verfalls dessen, was uns umgibt. Die Blätter fallen. EIS brauchen mit "Bannstein" den Vergleich zu DORNENREICH meiner Meinung nach jedenfalls nicht scheuen (beachtet bitte die Dornenreich-Fanbrille auf meiner Nase während dieser Aussagen).

Gruß Rocko

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ein Letztes Menetekel
02. Im Noktuarium
03. Über Den Bannstein
04. Fern Von Jarichs Gärten
05. Im Schoß Der Welken Blätter
Band Website: the-eis-reich.de/
Medium: CD
Spieldauer: 45:33 Minuten
VÖ: 02.10.2015

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