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Sacrificium - Cold Black Piece Of Flesh

Review von Meister Jens vom 30.04.2005 (2676 mal gelesen)
Sacrificium - Cold Black Piece Of Flesh White Death Metal - ist das nicht ein Widerspruch in sich?
Für viele - sowohl aus dem White- als auch aus dem Black-Metal-Lager - ist es das. Aber wie sonst sollte man knüppelharten Metal mit tiefergestimmten Saiteninstrumenten und einem Grunzer als Sänger nennen? Egal, ich werde mich jetzt einfach mal dem nicht mehr ganz neuen Silberling von SACRIFICIUM widmen und nicht der höheren Philosophie der Kategorisierung!

Aus der Nähe von Stuttgart kommt diese zwar seit zehn Jahren aktive, aber trotzdem außerhalb von Schwaben nahezu völlig unbekannte Band. Und dass die Band unbekannt ist, ist schade. An mangelndem Talent liegt es mit Sicherheit nicht, denn was einem hier knapp 48 Minuten lang um die Ohren geballert wird, ist von A bis Z einwandfrei. Jeder beherrscht sein Instrument, der Sänger grunzt nicht nur ins Mikro, sondern schafft dabei sogar noch, Melodie rüberzubringen. Dabei sind die Songs keineswegs simpel zusammengestrickt: Melodische und eher langsame Passagen wechseln sich ab mit aggressivem Gestampfe und Geschredder, bis der Arzt kommt. Mehr davon, bitte!

Vermutlich stößt die Band, die ihren christlichen Glauben offen zur Schau trägt, eben damit bei den bösen, bösen Metallern schlicht auf Ablehnung und kann sich daher nicht etablieren. Selbst schuld, Leute, da entgeht euch was! Bevor ihr das nächste Mal um Mitternacht eine schwarze Katze auf dem Friedhof opfert, solltet ihr lieber mal ein Ohr für "Cold Black Piece Of Flesh" riskieren! Die Texte könnt ihr ja dabei ignorieren, wenn ihr sie nicht ertragt.

Bei der Kombination von Text und Musik drängt sich natürlich der Vergleich mit den Australiern MORTIFICATION auf, einer Band, die ich vor etlichen Jahren auch recht gern hörte, die aber seit einem Jahrzehnt nichts ordentliches auf die Beine gestellt hat (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach). Nun, mit dem MORTIFICATION-Meisterwerk "Scrolls Of The Megilloth" können die Jungs von SACRIFICIUM noch nicht ganz mithalten, aber wenn das so weitergeht, mache ich mir da durchaus Hoffnung.

Übrigens: Gerade jetzt, da ich doch schon mit meinem viel zu späten Review fertig bin, ist das neue Album von SACRIFICIUM angekündigt: "Escaping The Stupor" soll es heißen, ein VÖ-Termin steht nicht fest, aber es kann sich nur noch um Wochen handeln. Augen auf beim CD-Kauf!



Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1. Cold Piece Of Flesh
2. Come Close
3. Existance
4. Killing With Style
5. Zustand Tod
6. Labyrinth
7. Kill Me
8. Psalm Of An Unborn
9. Paupers Grave
10. Vast
Band Website: www.sacrificium.com
Medium: CD
Spieldauer: 50:31 Minuten
VÖ: 14.06.2004

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