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Perversor - Anticosmocrator

Review von grid vom 05.08.2015 (3024 mal gelesen)
Perversor  - Anticosmocrator Ganze zwei Treffer, nämlich BLOODY VENGEANCE und PERVERSOR, liefert die altehrwürdige Encyclopaedia Metallum, wenn man blackened Death/Thrash Metal und Chile eintastet. Nun kann dieses übersichtliche Ergebnis zweierlei bedeuten. Erstens: Chile ist für blackened Death/Thrash Metal-Bands ein ziemlich unfruchtbarer Boden, so dass auf ihm nur härtesten Vertreter ihrer Zunft gedeihen und überleben. Oder, zweitens: Die Jungs dieser zwei Kapellen sind ganz smarte Burschen, die mit Kalkül ihre Kunst unter erstgenannter Bezeichnung anpreisen, um sich von den fünfzehn Combos abzuheben, die das virtuelle Nachschlagewerk unter Black/Death/Thrash Metal listet. Naturgemäß sind die Chancen, Beachtung zu finden, größer, wenn nur gegen einen Konkurrenten angelärmt werden muss als gegen fünfzehn. Hier und heute soll aber nicht das Rennen zwischen BLOODY VENGEANCE und PERVERSOR entschieden werden, sondern es gilt herauszufinden, ob PERVERSORs zweiter Langspieler was taugt.

Ein Jahr nach Bandgründung (2007) sind PERVERSOR mit dem Debüt namens "Cult Of Destruction" eingestiegen, dem zwischen 2010 und 2014 je zwei EPs und Splits folgten. Jetzt wird also mit "Anticosmocrator" an der Geschichte des chilenischen blackened Death/Thrash Metal weitergeschrieben und im Vergleich zum Debüt "Cult Of Destruction" fällt auf, dass "Anticosmocator" ein wenig der Wumms abhanden gekommen ist. In allererster Linie hat das Schlagzeug gelitten. Der kraftvolle Schlag ist nicht mehr durchgängig auszumachen und so regiert einige Male arg gleichförmiges tock-tock-tock- oder Topf-Topf-Topf-Geklopfe. Außerdem waren die Saitenmänner auf ihrem ersten Output einen Zacken potenter. Strotzte das Debüt vor simpler, volltönender Kraft, macht sich bei den Chilenen sieben Jahre später leichter Muskelschwund bemerkbar. Ich vermisse die lockere Handhabung der Brechstange, mit der PERVERSOR ihre Aggression uns zwischen die Augen gekloppt haben. Also zusammengefasst: "Anticosmocrator" hätte gut etwas mehr Schlagkraft vertragen können. Obwohl die Songs alle schlicht und kurz und gradlinig ausgefallen sind, mache ich neben dezent abwechslungsreichen Gesang auch bei einigen Songs ein paar Schmalspurmelodien aus, wie zum Beispiel der Titeltrack und 'Awakening Of The Ancient Ones', die dann auch gleich für ein paar willkommene Farbtupfer sorgen.

Fazit: Auch wenn blackened Death/Thrash nicht mein bevorzugtes Genre ist, hat ich mich "Anticosmocrator" weder gelangweilt noch geärgert noch erheitert (aber auch nicht zum Genrefan bekehrt). Die Scheibe geht in Ordnung und verträgt durchaus mehrere Runden (auch hintereinander), wird aber weder zum Dauerbrenner noch zum Prototyp des chilenischen blackened Death/Thrash Metal.

Anspieltipps: 'Anticosmocrator', 'Awakening Of The Ancient Ones', 'Metal Massacre'.


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Inhale
02. Anticosmocrator
03. Bestial Path
04. Awakening Of The Ancient Ones
05. Venomous Madness
06. Infinite
07. The Age Of Darkness
08. Old Temples Of Death
09. Metal Massacre
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 29 Minuten
VÖ: 27.07.2015

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