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Harrow - Fallow Fields

Review von grid vom 24.07.2015 (2800 mal gelesen)
Harrow - Fallow Fields Aktuell bestehen HARROW aus Ian Campbell (Gitarre, Gesang) Jacob Moyer (Schlagwerk) und Kat Mason (Bass, Gesang), kommen aus Kanada und widmen sich dem atmosphärischen Black Metal mit folkiger Note. Allerdings entspringt die Band nicht der fantastischen Québecer Szene, sondern kommt aus Victora (British Columbia). HARROW sind recht rührige Kameraden; haben sie doch seit dem Gründungsjahr 2011, trotz eines Line-up-Wechsels, zwei Demos, eine Split, eine EP und mit dem hier vorliegenden "Fallow Fields" auch noch drei Langspielalben veröffentlicht.

Die Kanadier pflegen eine mitunter belebte stilvolle Midtempo-Tristesse, die nie in die Tiefen der vollständigen Niedergeschlagenheit absackt. Leichte Melodien, mal wehmütig, mal von Schmerz durchdrungen, entwickeln immer wieder Tempo und münden in Blasts, die für die nötige Dynamik im Songgefüge sorgen. Nicht gerade textlastig ausgefallen lebt "Fallow Fields" von den hypnotisierenden, gelegentlich zwischen ein wenig verhascht und verhuscht mäandernden, Klangstrudeln, die nach kunstvollem Aufbau die Kurve kriegen und, mit frischer Energie aufgeladen, wieder Welle machen.

Der Opener 'Pathways' heimst den größten Anteil Kreischgesangs, den die Platte zu bieten hat, ein und ist in meinen Ohren dennoch der mich am wenigsten überzeugende Song. Mit seinen vierzehn Minuten ist er zu lang, zu unspektakulär und in den ruhigen Parts nicht fesselnd genug ausgefallen. Das Lied ist nicht schlecht, hinterlässt bei mir aber nur ganz geringen Nachhall. Ganz anders dagegen das anschließende 'Through The Grey', das mit seiner Reichhaltigkeit 'Pathways' so überdeutlich aussticht und fast vergessen macht. Insgesamt überwiegt auf "Fallow Fields" der Klargesang, der dem Album eine verträumt folkige Note verpasst, weshalb in 'Through The Grey' das aggressive Kreischen umso positiver auffällt und zusammen mit pfeffrigem Groove, pumpendem Beat und fiependem Soli zum Schluss der Melancholie deutlich die Sprünge hilft. Der Titeltrack macht seinem Namen alle Ehre und stimmt mit gedehntem Klargesang auf einen Spaziergang über Brachfelder ein. Bilder von Leere und weiten Horizonten drängen sich auf und das mantraartig intonierte "hear their call, we'll not fall" verstärkt, nicht zuletzt auch dank Streicherklängen und Akustikzupferei, die alles überlagernde Freudlosigkeit und bleibt mit seiner eingängigen Melodie darüber hinaus auch noch im Ohr hängen. 'Awake Before The Dawn', der wehmütigste Track der Platte, führt die Melodie des Titeltracks auf eine mehr ätherische Weise fort, nimmt sich die meiste Zeit für den Spannungsaufbau und steuert auf ein auflösendes Crescendo zu, um mit eklektischen Gitarren langsam zu verklingen.

Fazit: Die Stärke von HARROW ist die gepflegt träumerisch-traurige Stimmung, die nach meinem Empfinden gern häufiger schwarzmetallisch aufgeladen hätte werden dürfen. Auch wenn's für den Opener Abzüge gibt, die drei weiteren Songs machen "Fallow Fields" zu einem Album, das ich öfter auflegen werde, weil die stilvolle Schwermut, die HARROW praktizieren, absolut ansprechend ist.


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Pathways
02. Through The Grey
03. Fallow Fields
04. Awake Before The Dawn
Band Website: avantgardemusic.bandcamp.com/album/fallow-f
Medium: CD
Spieldauer: 43:32 Minuten
VÖ: 29.06.2015

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24.07.2015 Fallow Fields(7.5/10) von grid

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