Trail Of Tears - Oscillation

Review von Mandragora vom 23.06.2013 (2701 mal gelesen)
Trail Of Tears - Oscillation Es gibt Alben bei denen braucht die Bearbeitung länger als bei anderen, was zumindest bei mir daran liegt, dass ich beim ersten Hören nicht besonders angetan bin. Leider handelt es sich bei TRAIL OF TEARS und ihrem neuen Album "Oscillation" um eben einen solchen Fall.

Die Norweger setzen auf Gothic bzw. Dark Metal und wenden handwerklich auch alles an, was der geneigte Hörer sich wünschen kann. Die musikalisch und instrumental gut aufgestellten Songs mit einer ordentlichen Portion Death Metal werden mit einem typischen Beauty and the Beast-Schema ausgefüllt, so dass weit überwiegend Growls auf weiblichen Gesang treffen. Die Growls passen dabei auch super in die Songs und in das gesamte Album, die Female Vocals dagegen wissen nicht zu überzeugen. Die Stimme an sich ist zwar gut hörbar, passt aber nicht in das vorgenannte Schema. Dafür liegt sie leider immer eine Spur daneben und verleidet zumindest mir das gesamte Album. Cathrine Paulsen liefert hier keine Glanzleistung ab, so fehlt es insbesondere an der Tiefe des Gesanges. Insofern hätte das Songwriting etwas besser abgestimmt werden müssen. Dass dies möglich ist, kann man in der Ballade 'Lost in Life' hören, obwohl auch hier generell die höheren Passagen nicht bei jedem Hörer Gefallen finden werden.

TRAIL OF TEARS, die sich in der Vergangenheit und so auch jetzt durch muntere Besetzungswechsel ausgezeichnet haben, liefern an sich gute Handwerkskunst ab und man muss positiv hervorheben, dass durchaus erkennbar ist, dass eine Abgrenzung zu den anderen Bands des Genres erfolgen soll. Leider gelingt die Gesamtzusammenstellung nicht, einen Ohrwurm sucht man auf "Oscillation" vergebens und die Vocals sind nicht insgesamt glücklich gewählt.

Insgesamt überzeugt "Oscillation" damit nicht, auch wenn etwa 'Eradicate' gute Ansätze aufweist. Fans von TRAIL OF TEARS könnten an der Scheibe möglichweise Gefallen finden, den anderen Hörern kann ich leider keine Kaufempfehlung aussprechen.


Gesamtwertung: 4.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Waves Of Existence
02. Scream Out Loud
03. Crimson Leads On The Trail Of Tears
04. Oscillation
05. Path Of Destruction
06. Vultures Guard My Shadow
07. The Dawning
08. Room 306
09. Our Grave Philosophy
10. Lost In Life
11. Eradicate
12. Sleep Forever
13. Quick Fix Of Shame
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 59:38 Minuten
VÖ: 26.04.2013

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Die schlechte Bewertung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mir persönlich gingen etliche Songs dieser Scheibe schon nach dem ersten Durchlauf nicht mehr aus dem Kopf, und auch einige Monate nach VÖ dreht sich „Oscillation“ immer wieder bei mir und begeistert mich. TRAIL OF TEARS schaffen es ganz hervorragend, im Fahrwasser eines ausgelutschten Genres eigene Trademarks zu setzen und sich somit von einer ganzen Latte anderer Bands abzuheben. Ohrwürmer gibt es hier meiner Meinung nach etliche und ich kann „Oscillation“ damit nur als „von vorne bis hinten gelungen“ bezeichnen. Ich finde es daher verdammt schade, dass es die Band nicht mehr gibt – ich hätte davon gerne mehr gehört.
9/10   (27.03.2014 von Jukebox)

Zugegeben, TRAIL OF TEARS haben sicherlich schon Besseres abgeliefert. Aber eine profrssionelle Band, auch wenn sie zwischenzeitlich Geschichte ist, derart abzuwatschen, ist schon hart. Eigentlich ist "Oscillation" eingängig und düster ausgefallen und bietet dem Hörer die Möglichkeit, sich richtig schön in das Album reinzuhören. Das Rezept hat sich zwar in den Jahren nicht großartig geändert, aber Unterhaltungswert hat "Oscillation" allemal.
7/10   (23.06.2013 von RJ)

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