Letzte Reviews





Festival Previews
Area 53 Festival 2022

Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Riddle Of Steel 2021

Primitive Man - Scorn

Review von grid vom 13.03.2013 (3485 mal gelesen)
Primitive Man - Scorn Die geschundene Kreatur ins drückende Joch gepresst, einen Mühlstein um den Hals und eine zentnerschwere Last auf dem Rücken, treibt ein Dämon sie unerbittlich voran. Die Qual, die jeder peinigende Schritt verursacht ist der einzige Aufschub, um das Schicksal hinauszuzögern. Das ist meine Fantasie wenn ich "Scorn", das Debüt der US-Amerikaner PRIMITIVE MAN, höre. Wuchtiger Doom von kaum zu ertragenden Bosheit verschmilzt mit enervierenden Noiseparts und vibrierendem Drone zu einer marternden Soundlandschaft, die den Hörer mit dem kalten Gefühl der abgrundtiefen Verachtung für alles und jeden vom ersten Ton an umgibt und nicht mehr loslässt.

Der mächtige Klangkoloss lebt hauptsächlich von Bass und Drums und allerlei Knöpfchendreherei. Wenn die Gitarre ins Spiel kommt, klingt sie kalt und schneidend. Das Trio aus Denver (Colorado) ist überwiegend im Kriechgang unterwegs, tritt selten kräftig durch und holt zu mancher Sludgepassage ('Antietam') aus, auch ein paar moderne Gitarrenläufe fehlen nicht. Bestes Beispiel ist der Opener 'Scorn', der in über elf Minuten alles auffährt, was das Album zu bieten hat. Elm (unter seinem Namen Ethan McCarthy auch für den Gesang bei CLINGING TO THE TREES OF A FOREST FIRE verantwortlich) growlt seine tiefen Vocals voll und kräftig und schafft es dabei an eine wütende Bestie zu erinnern: Bedrohung gewordenene Musik vom Feinsten von einem entmenschten Wesen! Ebenso marternd präsentiert sich 'Antietam'. Quälend langsam mit aufreibenden Noiseparts. Doch einmal wird in der Mitte dieses zähen Sumpfes unerwartet und brachial aufbegehrt. Mit 'Stretched Thin' revoltiert die Kreatur, schnell und misstönend, mobilisiert sie alle Kräfte und versucht drei Minuten lang den Ausbruch, doch mit 'Astral Sleep' schleppt sie sich dem finalen Grauen entgegen. Trotz "Melodien", die fern von jeglicher "Harmonie" und Schönheit sind, lässt einen dieses Album so schnell nicht mehr los, denn PRIMITIVE MAN werfen ein Netz aus mitleidloser Brutalität und quälender Angst über den Hörer und fangen ihn ein.


Wer neugierig geworden ist, der höre "Scorn" hier; vergesse dabei auch den dort ebenfalls zu findenden 3-Tracker "P//M" nicht, der ebenso (be)zwingend ist.


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Scorn
02. Rags
03. I Can't Forget
04. Antietam
05. Black Smoke
06. Streched Thin
07. Astral Sleep
Band Website: primitivemandoom.com
Medium: Vinyl
Spieldauer: 39:43 Minuten
VÖ: 31.01.2013

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

03.10.2017 Caustic(8.0/10) von grid

21.08.2020 Immersionvon Opa Steve

13.03.2013 Scorn(9.0/10) von grid

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!