The Magik Way - Materia Occulta

Review von grid vom 09.02.2013 (2871 mal gelesen)
The Magik Way - Materia Occulta "Materia Occulta (1997-1999)" beinhaltet das Demo-Material der Italiener THE MAGIK WAY aus den Jahren 1997 und 1999 und wurde Anfang Januar 2013 von Sad Sun Music veröffentlicht. Das Infoblatt spricht von "Ritualistic Occult Music", die Metal Achives verorten ins Black Metal/Dark Ambient-Genre. Bei einer Mischung aus Natursamples, klaren, oftmals wortlosen männlichen und weiblichen Gesängen, dramatisch gesprochenen Passagen, Choralparts, spannungssteigernd eingebauten Drone/Noise-Momenten und dominierenden, sphärischen Tastenklängen passen fast alle Etiketten.

Die siebzehn Lieder auf "Materia Occulta (1997-1999)" erweisen sich als wohldurchdachte, sorgfältig arrangierte, expressionistische, dunkle Musik. Ein klein wenig melodisches Black Metal-Feeling schwingt noch im groovigen 'The Dizziness' in Form von Keifgesang mit, aber schon gegen Ende von 'The Knowledge' bekommt das Album eine zunehmend dunklere und geheimnisvollere Ausrichtung, die nachfolgend fortgesetzt und gesteigert wird. 'The Sacrifice' erinnert an die ruhige Stimmung von ANATHEMA zu "The Silent Enigma"-Zeiten. Mit 'I Signori Del Caos', 'L'Icona' (etwas lang geraten) und 'Gloria' nehmen gesprochene Passagen zu, die Gitarrenparts werden deutlich reduziert und verlieren sich bis zum Ende des Albums. 'Lupenare' lässt mich zu Beginn noch partiell an "Black Aria I" von Knuddelmacho GLENN DANZIG denken und wächst sich, nach einer wunderschönen Gesangseinlage von Berkana, zu einer dramaturgisch starken Kakophonie-Oper aus. 'Le Prigioni Di Corda' bringt mit spoken words und Tastenklängen eine sakral-ambiente Stimmung ein, die das Album fortan mitbestimmt. Der hypnotisierenden Wirkung von 'La Quite' kann man sich kaum entziehen, bauen doch der schamanenhafte Ritualgesang zusammen mit Trommelschlägen und Keyboard eine sehr beschwörende Atmosphäre auf. Mit dem ruhigen und ausdrucksstarken 'Mantramime' ändert sich die Stimmung zu abgeklärt und das anschließende 'La Caduta' sorgt mit Dronemomenten für Beklemmung. Mit den drei letzten Stücken verdichtet sich das dunkle Klanguniversum mehr und mehr und "Materia Occulta (1997-1999)" findet nach fast achtzig Minuten sein erfülltes Ende.

Das seit 1996 aktive Quintett hat mit "Materia Occulta (1997-1999)" ein beachtliches Stück Musik vorgelegt, das nicht auf den schnellen Konsum zielt, sondern Aufmerksamkeit fordert und dabei Anregung und Entspannung zugleich verspricht. Mit diesem Album haben sich die Italiener ihre ganz spezielle Kopfkino-Ecke gezimmert, in der sie hoffentlich an weiteren Lebenszeichen basteln.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Doubt (Il Dubbio)
02. The Dizziness (La Folgorazione)
03. The Knowledge (La Conoscenza)
04. The Sacrifice (Il Sacrificio)
05. I Signori Del Caos
06. Le Maschere Di Pietra
07. L’Icona
08. Gloria
09. Lupenare (La Luna Crescente - Il Caotico Divenire)
10. Le Prigioni Di Corda
11. La Quiete
12. Trasposizione
13. Mantramime
14. La Caduta
15. Danza Degli Elementi
16. Pianto Ed Estasi
17. Il Tempo Si È Fermato
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 79:25 Minuten
VÖ: 14.01.2013

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