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Soulhealer - The Kings Of Bullet Alley

Review von Stormrider vom 14.06.2012 (2741 mal gelesen)
Soulhealer - The Kings Of Bullet Alley Nachdem "The Kings Of Bullet Alley" bereits 2011 als Eigenproduktion für viel Wirbel im geschmackssicheren Metal Untergrund aufgewirbelt hat, haben Inverse Records gehandelt, sich die finnischen Hopefuls geangelt und das Album nun als Special Edition mit der 2010er EP "Dreamcatcher" als Bonus (damals auf 300 Stück limitiert und innerhalb weniger Wochen vergriffen) regulär veröffentlicht.

Und wow, was ein fettes Debut! Trendfreier, old-schooliger Heavy Metal, der sich an die 80er anlehnt und dabei alles andere als altbacken oder verstaubt klingt. Die Finnen zollen den alten Helden Tribut, ohne sie einfach zu kopieren. Pures Namedropping spare ich mir an dieser Stelle, denn das hat das Album wirklich nicht nötig, jeder der auf traditionellen Heavy Metal steht, muss dieses Debut sowieso zumindest anchecken. Und auch der Sound und der Mix der Scheibe ist nicht verstaubt, sondern zeitgemäß und das im positiven Sinne des Wortes. Druckvoll produziert und dennoch bekommt jedes Instrument genügend Luft zum atmen und wird akzentuiert betont. Dies wird bei den regelmäßig eingestreuten Doppel-Leads besonders deutlich. Der Opener und Titeltrack ist ein absolutes Paradebeispiel, wie man so etwas heutzutage spannend gestaltet. Schöner Links/Rechts-Schlagabtausch (ruhig mal unter den Kopfhörern probieren), bevor sich beide Gitarren in der Mitte zum Climax treffen. Der ganze Song treibt direkt nach vorne und der Kopf beginnt automatisch mit dem Nicken. Ganz starker Einstieg!! Highlights gibt’s in der Folge am laufenden Band. 'Wheels Of Fire' atmet die 80er noch ein wenig tiefer, und Rob Rock dürfte für Fronter Jori Kärki auch kein gänzlich Unbekannter sein. Auch wenn sein Timbre eine ganze Kante rauchiger durch die Kehle wandert. Zu den Songs passt sie wie der berühmte Arsch auf den Eimer. Wer auf galoppierende Riffs steht, der checkt bitte 'Dirty Little Wars' an, wer powervollen AOR braucht, der wird mit 'The Die Is Cast' glücklich und natürlich hat man auch nicht auf die Chöre verzichtet. Diese werden aber nicht überstrapaziert, sondern sind wirklich Akzentpunkte (z.B. in 'Nightfall'). Wer weitere Anspieltipps braucht, der sollte mit 'Heading For Tomorrow' fündig werden. Ein eingängier Power-Rocker, der sofort auf Wiedervorlage geht. Den Abschluss des regulären Albums bildet dann die, rein auf Akustikgitarren dargebotene, Ballade 'The Real Me'. In der Tat der erste Song der mich nicht überzeugen konnte. Aber nach den 10 Krachern zuvor ein verschmerzbarer Ausfall.

Den folgenden Songs der "Dreamcatcher"-EP merkt man dann sehr deutlich an, dass sie aus einer anderen Session und aus einem anderen Stadium der Band stammen. Sie kommen nicht ganz an das Niveau des regulären Albums heran und sind teilweise auch noch nicht ganz 100% auf den Punkt. Sowohl was das Songwriting angeht, als auch die ein oder andere Unsicherheit im Spiel. Aber diese Songs sehe ich an der Stelle auch eher als Zugabe für diejenigen, die entweder SOULHEALER neu entdecken und damit gleich alles haben, was es zu haben gibt oder für Komplettisten, die für die 300 Exemplare zu langsam waren.

Alles in allem ein amtliches Ausrufezeichen, dass die jungen Nordmänner da setzen. Wenn sie die Klasse auch live auf die Bretter bekommen und einen Nachfolger an den Start bringen, der mit "The Kings Of Bullet Alley" auf Augenhöhe steht, dann dürfte das noch nicht das Letzte sein, was man aus Kajaani hört.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Kings Of Bullet Alley
02. Wheels Of Fire
03. Zoned Out
04. Nightfall
05. Dirty Little Wars
06. The Die Is Cast
07. My Last Day
08. Nowhere Man
09. Heading For Tomorrow
10. Blind Faith
11. The Real Me

Dreamcatcher-EP
12. Snowdance
13. Dreamcatcher
14. Falling Into Madness
15. Set Me Free
Band Website: www.soulhealermusic.com
Medium: CD
Spieldauer: 67:05 Minuten
VÖ: 30.05.2012

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