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Heaven Shall Burn - Antigone

Review von Souleraser vom 19.04.2004 (3600 mal gelesen)
Heaven Shall Burn - Antigone Seit 1996 gibt es dieses Quintett aus dem Osten unserer Republik schon. Die Band veröffentlichte unter den verschiedensten Namen schon diverse Tonträger und tourte unter anderem durch Spanien, Italien, die Schweiz, die tschechische Republik und andere europäische Staaten an der Seite von BOLT THROWER, BIOHAZARD, AMON AMARTH, DARKEST HOUR, DEW-SCENTED u.a. Klingt so, als müsste man von dieser Kapelle schon gehört haben, oder?

Ich geb's zu, ich hab es bisher nicht. Und angesichts "Antigone" verwundert mich das doch ziemlich, denn dieses Album ist einfach klasse.
Als Referenzband finden sich überall die Stichworte EARTH CRISIS, AT THE GATES und BOLT THROWER. Einzig mit letzteren tue ich mich ein wenig schwer, denn von der Monotonie einer typischen BOLT-THROWER-Veröffentlichung ist "Antigone" weit entfernt. Die einzige Parallele, die ich entdecken kann, ist die Schlagkraft einer Holyfield'schen rechten Geraden.
"Antigone" hat also mächtig Rumms. Trotzdem ist dieser Rumms nicht einfach Rumms und vor allem kaum jemals so mutig angegangen worden, wie hier. HEAVEN SHALL BURN haben die rauhe Härte nämlich mit ein wenig Melodie durchsetzt und um diverse stilfremde Elemente, etwa Klavier, Streicher und ähnliches, angereichert.
Um dem ganzen jetzt die Krone aufzusetzen, gibt es auch lyrisch keine Geschichten vom Pferd, sondern ausschließlich Sozialkritik und Vorschläge zur Verbesserung des eigenen Daseins - mitten in die Fresse.

Lobenswert seien an dieser Stelle noch ausdrücklich die Songs erwähnt, die aus dem dominierenden Metalcore-Gewand ausbrechen. Neben den rein instrumentalen und nur auf Klavier und Streichern aufbauenden Stücken, namentlich 'Echoes (Intro)', 'Risandi Von (Outro)' und 'Deyjandi Von (Outro)' ist da vor allem das wirklich geniale 'Numbing the Pain', das zum Schluss um eine wunderschöne klaviergestützte Melodie bereichert wurde und auch mit dieser endet.

Die Produktion ist ordentlich gelungen. Der Mix ist druckvoll und hart, trotzdem aber keineswegs unscharf oder undeutlich.

Das Fazit zu ziehen fällt mir zur Abwechslung mal relativ leicht. "Antigone" ist rauher und nahezu perfekter Metalcore, angereichert um Death-Metal-Einflüsse und gänzlich stilfremde Elemente. Dem üblichen lyrischen Konzept solcher Platten stehen intelligente, sozialkritische Lyrics gegenüber, die nicht zuletzt deshalb besonders gut wirken, weil Fronter Markus Bischoff wirklich mit Leib und Seele bei der Sache ist und aus tiefster vorletzterer brüllt.
Richtig anspruchsvolle Musik mit nem ordentlichen Knalleffekt aus deutschen Landen - wer hier nicht reinhört, dem ist kaum mehr zu helfen.


Bleeding Songs: The Weapon they Fear, Architects of the Apocalypse, Numbing the Pain, Deyjandi Von

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. Echoes (Intro)
2. The Weapon They Fear
3. The Only Truth
4. Architects of the Apocalypse
5. Voice of the Voiceless
6. Numbing the Pain
7. To Harvest the Storm
8. Risandi Von (Outro)
9. Bleeding to Death
10. Tree of Freedom
11. The Dream is Dead
12. Deyjandi Von (Outro)
Band Website: www.heavenshallburn.com
Medium: CD
Spieldauer: 48:45 Minuten
VÖ: 26.04.2004

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