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Chaosbreed - Brutal

Review von Souleraser vom 19.04.2004 (3073 mal gelesen)
Chaosbreed - Brutal Es scheint für skandinavische Bands zur Mode zu werden, sich gegenseitig und der Vergangenheit ein bißchen die Eier zu schaukeln.
Mit CHAOSBREED erscheint eine weitere Allstar-Truppe auf der Bildfläche, die dem traditionellen Old-School-Death-Metal huldigt.

Die Formation besteht aus Gitarrist Esa Holopainen (Amorphis), Schlagwerker Nalle Östermann (Ex-Gandalf), Basser Oppu Lainen (Mannhai, Ex-Amorphis), Gitarrist Marko Tarvonen (Moonsorrow) und Fronter Taneli Jarva (The Black League, Ex-Sentenced).
Die Combo, erst im Frühjahr 2003 aus der Taufe gehoben, veröffentlichte im Juli 2003 ihre erste EP "Unleashed Carnage" und legte damit das Fundament für große Taten.

Am 26.04.04 erscheint also das Debütalbum bei Century Media und die Vorzeichen sind eigentlich nicht sonderlich gut. Starke Konkurrenzalben von DISMEMEMBER, FLESHCRAWL und anderen und natürlich der bereits angesprochene Boom der skandinavischen Retro-Bands sind die beiden größten Widrigkeiten für "Brutal".

Um es gleich zu sagen: Der Albumtitel übertreibt ziemlich. "Brutal" ist dieses Material ganz sicher nicht.
Der Sound erinnert weniger an splatterigen Blut- und Gedärme-Metal wie er etwa CANNIBAL-CORPSE-Trademark ist, sondern viel eher an CARCASS oder DISMEMBER in ihren besten Tagen.
Das macht er dafür aber auf sehr gekonnte Art und Weise.
Die ersten 9 Songs des Albums sind durchweg sehr stark und vereinen die richtige Mischung aus Old School, stampfendem Groove und Härte.
Der 10. Track kann mir leider keine Begeisterung entlocken.
'An Evil Eye' ist so langsam, dass mir unweigerlich der Begriff "Doom" durch den Kopf schwirrt. Dadurch geht natürlich eine Menge Aggressionspotential dieses Songs verloren und sorgt dafür, dass der Höreindruck bei mir insgesamt leider etwas negativer wird.
Diesen Song häppchenweise über die anderen Songs verteilt - okay. Aber so handelt es sich bei 'An Evil Eye' mit 6 Minuten und 31 Sekunden um den längsten Track - und das nicht nur wegen der Spielzeit.
Das direkte Gegenteil in jeder Hinsicht ist übrigens 'Shitgrinder'. Der Track ist mit 1 Minute und 37 Sekunden der kürzeste des Albums und geht nach etwa 30 Sekunden ab wie die wilde Luzi und versprüht dabei beinahe ein wenig Rotzrock-Flair - wären da nicht die genialen Grunzvocals von Taneli Jarva.

Die Produktion ist hervorragend gelungen. Der Sound ist klar, trotzdem wirklich sehr druckvoll und energisch.

Die Verkaufsversion der CD wird als Bonus zwei Live-Videoclips enthalten, nämlich zu "Rotting Alive" und "F/C/D/C", die allerdings nicht zur Besprechung vorliegen.

Das Fazit ist relativ klar: Nicht nur die Komplettisten unter den Fans traditionellen skandinavischen Death Metals sind herzlich eingeladen, CHAOSBREED in ihre Sammlung einzureihen. Wer etwas genervt vom mehrmals erwähnten Boom ist, findet bei CHAOSBREED immer noch einen der hörenswerteren Vertreter.
Gutes Album!


Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1. Wretched Life
2. Casket Ride
3. Faces of Death
4. Moralized
5. Rotting Alive
6. Demon Skunk
7. Shitgrinder
8. Symptoms of the Flesh
9. F/C/D/C
10. An Evil Eye

Band Website: www.chaosbreed.net
Medium: CD
Spieldauer: 40:26 Minuten
VÖ: 26.04.2004

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19.04.2004 Brutal(8.5/10) von Souleraser

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