Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Riddle Of Steel 2021

Engelsstaub - Nachtwärts

Review von Mandragora vom 21.09.2011 (3094 mal gelesen)
Engelsstaub - Nachtwärts Jedes Jahr, wenn es Herbst wird, freue ich mich wie eine Schneekönigin, weil es nichts phantastischeres gibt, als bei Sturm und umherwirbelnden Blättern eben nicht draußen, sondern gemütlich – wahlweise an einem Kamin oder einfach so – in der Wohnung zu sitzen und das Wetter zu genießen. Idealerweise hat man dann noch einen schönen Tee oder ähnliches und etwas Unterhaltung zur Hand. Einen besonders hohen Stellenwert bei mir haben dabei Alben, die mit ihrer Grundstimmung das schöne Herbstwetter und –feeling noch unterstützen.

Eben eine solche saisonal sehr geeignete Scheibe haben ENGELSSTAUB mit "Nachtwärts" gerade Anfang September auf den Markt gebracht. Ihre Musik stuft die Combo aus Kassel als Dark Wave / Electronic oder Neoklassic ein. Egal, ob man dieser noch sehr oberflächlichen Einstufung folgen will oder nicht, so hat das Trio um Fronterin Silke Hoffmann hier jedenfalls ein sehr melancholisches aber doch hoffnungsvolles Konzept geschaffen. Insgesamt zeichnet sich das Album durch die wohlklingenden Vocals von Fronterin Silke und Sänger/Gitarrist Janusz Zaremba aus, die den Songs schon vordergründig eine schöne und dabei filigran abwechslungsreiche Note verleihen. Aber vor allem die Soundarrangements von Mark Hoffmann bringen die gebotene Tiefe in die Stücke.

Wird 'Carpe Noctem' zunächst noch eher mit östlichen Klängen eingeleitet nimmt dann der elektrische Groove stärker zu und der Song wird sehr ätherisch. 'Intempesta' kommt dann zu Beginn eher medieval-lastig daher, wird aber nach einem dergestaltigen Intro wieder elektronischer, um mit sehr sanften female Vocals eine sehr schöne Darbietung der Lyrics zu bieten, die dann später wieder mit dem mittelalterlichen Rhythmus zusammenlaufen. Dabei bleiben die Songs trotz ihres Abwechslungsreichstums eher gleichmäßig in der Spur und schaffen sehr gelungen eine bedächtige aber keinesfalls depressive Grundstimmung.

Die sanften Klänge, gepaart mit den rhythmischen Trommeln und den mythischen Impressionen, bieten ein schönes Album zum Hören und Genießen, wenn auch weniger zum Tanzen. Die gelungene Melange aus Neoklassik, Ethereal, Medieval, Gothic und Elektro weiß einfach zu überzeugen und ist gerade für die Einkehr zu Hause phantastisch geeignet. Also: Lasst euch nachtwärts führen!

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Carpe Noctem
02. Intempesta
03. Deep Inside
04. Nocturnal Conversation
05. OneirodyniosActiva
06. An die grüne Fee
07. Lullaby
08. Momento Moria
09. Nachtwärts
Band Website: www.engelsstaub.de
Medium: CD
Spieldauer: 49:45 Minuten
VÖ: 02.09.2011

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

20.02.2010 Ignis Fatuus: Irrlichter(9.0/10) von Mandragora

21.09.2011 Nachtwärts(7.5/10) von Mandragora

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!