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Solstafir - In Blood And Spirit

Review von Odin vom 00.00.0000 (4893 mal gelesen)
Solstafir - In Blood And Spirit Der Untergrund lebt: Schrammel, dresch, prügel, kreisch, gröhl, rotz - wer alte Burzum mag, sollte hier glücklich werden.

Nach langen Verzögerungen durch diverse Widrigkeiten haben es die drei Isländer nun endlich geschafft, ihr Debut-Album über Ars Metalli (Frankfurt/Oder) auf den Markt zu bringen. Warum sie dazu allerdings in ein Studio gehen mußten wird mir nicht ganz klar, denn der Sound ist so, wie die Hardliner ihn bei einem Black Metal Act haben wollen - grottig. Vielleicht rührt dieser Eindruck allerdings auch daher, dass man oft den Eindruck hat, die Akteure würden zwei bis vier verschiedene Songs gleichzeitig spielen?
Jedenfalls scheinen die Jungs grundlegende Probleme zu haben, ein Tempo zu halten oder sich wenigstens auf einen Takt zu einigen. Eine Ausnahme in der Viking Black Metal Landschaft der rasend schnellen Prügelsongs stellt der Titel "Er Via Munum Farast" dar, in dem u.a. ein Klavier und akkustische Gitarren zum Einsatz kommen, die zum Ende hin von monströsem Meeresrauschen geplättet werden. Noch aussergewöhnlicher ist darauffolgende "Bitch In Black" - akkustische Gitarren, ein sauber klingendes Schlagzeug und CLEANE VOCALS! Regelrecht verzückt klingen hier anfangs (und zum Ende hin nochmal) die Vocals von Kola Krauze. Aber nach knapp 2 Minuten ist auch das vorbei, denn der Song wandelt sich in kurzer Zeit zum ausgesprochen blacken Stampfer, wobei die Vocals aber weiterhin deutlich anders sind als in den übrigen Songs, nämlich rauh und tief und halbwegs verständlich. Damit bildet dieser 8:26 lange Opus den Höhepunkt dieses Outputs.
Das ebenfalls deutlich über 8 Minuten dauernde "´I Uiking" hat als einzigen Text seltsame Sprechpassagen, die einem Film o.ä. entnommen zu sein scheinen. Ansonsten wartet es mit relativ clean riffenden Gitarren auf, was den Eindruck eines zweigeteilten Albums verstärkt; die erste Hälfte der Songs klingt ungefähr so, wie das Cover aussieht - chaotisch, schmutzig, vereinzelte Lichtblicke, schwarz, überall Runenschriftzeichen... Bei einem kurzen Wettstreit mit einer Bohrmaschine in der Wohnung unter mit harmonierten die Songs bei erheblich erhöhter Lautstärke ausgesprochen gut mit eben deren Sound, knallten dabei aber mangels guter Produktion leider nicht wirklich ordentlich. Die zweite Hälfte nun fährt ungefähr das halbe Tempo, dafür mindestens die doppelte Portion an Qualität in allen Belangen. Der weitgehende Verzicht auf Vocals offenbahrt hier einen Schwachpunkt der ersten Songs, denn dieses unsägliche Gekreische ist wirklich nur in ganz extremen Stimmungen auszuhalten. Dabei kann man es den Jungs aber zugute halten, dass in ihrer Muttersprache gegröhlt wird - mutig und eine interessante Note.

Insgesamt kann man "In Blood And Spirit" als durchwachsenes Viking/Black Metal Album bezeichnen, das vor allem Anhänger der alten Düsterschule für sich gewinnen dürfte. Über die ersten paar Songs sollte man bei einem wärmenden Glühwein nochmal nachdenken, aber einiges deutet schon in eine vielversprechende Richtung (die für die Fans der übrigen Songs allerdings ganz erheblich zu lasch sein dürfte :) ).

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
Band Website: /www.myspace.com/solstafir
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 00.00.0000

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