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Tieflader - Steht unter Strom

Review von Souleraser vom 22.01.2004 (3477 mal gelesen)
Tieflader - Steht unter Strom Ich hatte ja aufgrund des Albumtitels schon schlimme Befürchtungen.
Düstere Visionen von einem drittklassigen RAMMSTEIN-Ableger quälten mich und raubten mir Schlaf und Sinne... Ne, das war was anderes.

Jedenfalls überraschte der erste Hördurchgang von "Steht unter Strom" mich dann doch ziemlich positiv. Schon der Opener 'Weiter' konnte punkten: Ordentlich groovig, schön düster und heavy stampfend, dazu Vocals die ein wenig an SODOMs Tom Angelripper erinnern.
Die Marschrichtung ist vorgegeben und TIEFLADER halten auf der gesamten Scheibe daran fest. 6 Songs mit gut 22 Minuten Spielzeit und spätestens nach dem zweiten Hördurchgang wünscht man sich ganz stark, dass da noch irgendwo ein paar Tracks schlummern.
Technisch gibts an dem Album nix auszusetzen. TIEFLADER haben den Rock im Blut und das spürt man auch.
Im wesentlichen habe ich nur einen Kritikpunkt: den Gesang.
Solang Fronter Patrick Schneider schreien oder in bester Thrash-Manier daherröhren kann, ist alles okay. Eine wirklich starke Stimme die perfekt die Aggressivität der Instrumente unter- und ausmalt. Nur wenn er versucht, zu "singen", wirds unangenehmer: So etwa in einigen Parts von "Wir sind nicht allein". Ich weiß nicht, ob es beabsichtigt ist, aber die Stimme wirkt hier sehr brüchig und fragil. Mag Geschmackssache sein, für mich persönlich passt es einfach nicht zum Rest der Darbietung.

Das Stuttgarter Quartett, dass neben der Heimatstadt und Liebe zu düsterer Härte auch Gitarrist Alex Scholpp mit den Farmer Boys teilt,legt mit dieser EP jedenfalls ein ordentliches Scheibchen vor. Wer sich selbst ein Bild machen will, sollte auf der gut gemachten Website (www.tieflader.com) mal den Track 'Weiter' downloaden und reinhören.

Als kleinen "Das wäre ihr Preis gewesen"-Bonus haben die vier übrigens zwei Live-Videoclips auf die CD gepackt. Vorbildlicherweise in Formaten die auf den gängigen Desktop-Plattformen darstellbar sind und nicht zur Benutzung eines mitgelieferten, proprietären Players zwingen, nämlich MPEG1 und Quicktime. Die Tracks 'Stahl' (von der 2003er EP "Schneller als du denkst") und 'Erleuchtung' (von der 2001er EP "Ganz aus Metall') dürften bei vielen ein "Leider verloren"-Gefühl auslösen, denn die zugehörigen EPs
sind bereits ausverkauft.Die einzige Chance diese Hammer-Songs noch zu erleben ist also live und als Ersatz dafür mit den Videos auf dieser CD.Sehens- und hörenswert!

Was laber ich groß? Die Scheibe ist klasse und macht schlicht Laune und Bock auf mehr. Tut euch selbst und dem hoffnungsvollen Nachwuchs einen Gefallen und ordert das Teil für extrem günstige 5,00 EUR im Shop der Band, den ihr auf www.tieflader.com findet.

Bleeding Songs: Weiter, Warum, Tieflader

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. weiter
2. strom
3. wir sind nicht allein
4. es ist nicht so
5. warum
6. tieflader
Band Website: www.tieflader.com
Medium: CD
Spieldauer: 22:37 Minuten
VÖ: 06.12.2003

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