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The Ocean - Fogdiver

Review von Opa Steve vom 10.10.2003 (3647 mal gelesen)
The Ocean - Fogdiver Das 8-köpfige Kollektiv aus Berlin bemusterte auch Metal-Presse mit ihrem neusten Output "Fogdiver", weswegen der Name auch in unserer Szene in letzter Zeit häufiger auftauchte. Zweifellos sind einige Aspekte dabei, die es rechtfertigen, den Schritt zu den Mattenträgern zu wagen. So klingen doch gerade zu Beginn der CD die Akkorde durchaus nach Neurosis und verbreiten eine etwas experimentell-düstere Stimmung. Doch Vorsicht! Wenn diesem Album etwas fehlt, ist es die Konsistenz und man sollte bloss nicht aufgrund kurzfristiger Höreindrücke versuchen, die Musik schon mal irgendwo einzuordnen. Spätestens nach ein paar Minuten sollten die jazzigen Fragmente hellhörig machen, dass hier nichts ist, wie es scheint.

The Ocean zelebrieren hier eine wilde Mixtur aus harten Akkorden, jazziger Spielerei, und leider auch einer Menge deutschtümlicher Alternativ-Retro-Mucke der frühen 80er. Das sehr verspielte "Endusers" ist ungefähr so gut zu beschreiben wie Barmusik im 3. Jahrtausend, ersonnen in der Fantasie eines David Lynch. Heavy stuff, aber für Musiker durchaus nicht uninteressant. Texte gibt es ohnehin nur in der Form, dass verfremdete Stimmen im Off ein paar Weisheiten von sich geben. Ansonsten sprechen alle Instrumente, die man sich so vorstellen kann.

Härte ist leider ein zu seltener Gast auf diesem Album. Jeder Song ist etwas abgespaceter als sein Vorgänger, und wenn es zum Schluss wieder etwas härter werden sollte, geschieht dies nur deswegen, weil The Ocean die Bratgitarren als Element unserer Metal-Musik einfach entliehen haben, genau wie sie alle Stilelemente in sich aufsaugen und verwerten.

Dieses Album ist alles andere als Metal und hat in dieser Rubrik auch nichts verloren. Der künstlerische Aspekt, der hier zelebriert wird und nicht vordergründig eine Alibi-Funktion ausübt, verbietet eine schlechte Bewertung, aber wer aufgrund manch interessanter Aspekte über einen Kauf nachdenkt, sollte sich vorher den letzten Song mal beispielhaft komplett durchhören und seine Leidensfähigkeit oder Offenheit überdenken.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
Fogdiver
Endusers
The melancholy epidemic
Isla de la luna
The long road to Nha Trang
Band Website: www.theoceancollective.com
Medium: CD
Spieldauer: 30:00 Minuten
VÖ: 01.08.2003

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