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Mourning Caress - Imbalance

Review von Opa Steve vom 00.00.0000 (4407 mal gelesen)
Mourning Caress - Imbalance Huch? Was'n das? 5 junge Kerle zaubern hier ein solches Album auf den Tisch, ohne daß ich jemals diesen Bandnamen gehört hätte?!?

Ein Durchbruch sei ihnen gegönnt, denn das Album hat durchaus seinen Reiz. Schüttelt In Flames und eine Prise ältere Moonspell kräftig zusammen, und ihr könnt euch vorstellen, wie die Musik rüberkommt. Bei der Ehre, sich von Andy Classen produzieren zu lassen, verwundert der klasse Sound wirklich nicht. Die Produktion ist - sehr stark an oben genannte Bands angelehnt - für eine Band dieses Status außergewöhnlich gut. Die Doublebass treibt auch Midtempo-Songs mit einem kräftigen RUMMS in den Nackenwirbel.
Ebenfalls dem Gesangeskollegen von In Flames entliehen ist die Eigenart von Gerrit Mohr, grundsätzlich auch zu langsamen Riffs zu brüllen. Gesangsmelodien sind ihm fremd, aber dafür bieten die Gitarren ein ganzes Füllhorn davon, wenn auch tendenziell mit depressivem Einschlag (daher meine Moonspell-Parallellen). Diese Symbiose, die auch bei anderen Bands funktioniert, kann auch hier verdammt reizvoll sein, wie z.B. beim emotionalen Chorus von "I follow the rain".

Spätestens bei den ersten Takten von "A lifeless time" kann sich die Seelenverwandschaft zum Elchtod nicht mehr leugnen. Maiden goes Death Metal! Simples, aber geiles Stück. Überhaupt schafft es dieses Quintett, ohne großartigen songwriterischen Aufwand mit einfachen Mitteln sehr mitreißende Songs zu entwickeln.
Experimente sucht man vergeblich - sehr nah klebt man an seinen Vorbildern. Hierin sehe ich eine große Chance für Neueinsteiger (man ist sofort ganz Ohr und kann schnell mitbangen), aber auch eine Gefahr des Totlaufens. Daß das Ramones-Prinzip (ein Leben lang der gleiche Song) auf den Metal nicht übertragbar ist, haben wir bei Running Wild leidvoll erleben müssen. Leute, traut euch was zu. Bringt noch etwas mehr Bauchgefühl rein und werdet etwas mutiger! Das Zeug ist allemal da, und eure Songs werden bei mir sicherlich noch oft rotieren. Aber schwimmt euch bloß von dem Engpaß frei!

OK, aber noch zur Bewertung. Wer so selbstbewußt auftritt und sich akustisch so top präsentiert, muß natürlich auch nach professionellen Maßstäben bewertet werden. Würdet ihr noch einen kleinen Schritt zur Seite treten und euch nicht eine allzu enge stilistische Nische aussuchen, hättet ihr von mir die volle Punktzahl erhalten. Unter diesen Umständen muß eine 8 reichen, aber schon mit erkennbarer Tendenz zur 9. Weiter so!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
Band Website: www.mourningcaress.com
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 01.03.2002

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