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Imperanon - Demo

Review von Opa Steve vom 20.06.2003 (2404 mal gelesen)
Imperanon - Demo Imperanon

Children Of Bodom überzeugten die Szene durch ihren einzigartigen Mix aus klassisch angehauchten Kompositionen im Thrash-Gewand. Ihre Landsleute Imperanon schicken sich an, in die Fußstapfen der Meister zu treten.

Wer Children Of Bodom kennt, kann sich getrost darauf verlassen, was er bei Imperanon bekommt: das schick aufgemachte 3-Track-Demo auf CD-R kommt mit ähnlich klarem Sound daher. Transparente Mitten lassen die einzelnen Stimmen schön gleichbereichtigt erklingen. Die Produktion lässt für diese Art von Mucke schon mal keine Beschwerden aufkommen. Sehr ordentlich.

Tadellos auch die instrumentale Darbietung. Headbanger-kompatibles und im oberen Mid-Tempo angesiedeltes Material wird stets von Doublebass hinterlegt und weist einen hohen Dudelfaktor auf. Der "Dudelfaktor" ist hierbei keineswegs negativ gemeint, denn anstatt ausschließlich technisch zu frickeln spielen die Klampfen und die Spinett-Keyboardsounds stetige Läufe im Stil der alten Meister, wobei der wahrscheinlich in solchen Kreisen am meisten beliebte J.S. Bach ganz oben auf der Zitateliste steht.

Die Vocals sind wie bei den Kindern vom See eben heiser kreischend bis brüllend. Nicht viel Unterschiede auszumachen.

"Wild One" besticht durch flotte Melodie und pausenlose Arpeggien. "Vein" hat wesentlich mehr Metal-Riffing und bewegt sich im hymnenhaften Tempo. Das abschließende "Shadowsouls" mit Leonna Aho als Bonus an der Vocalfront liefert wiederum eine Mischung der beiden Vorgänger: viel Melodie auf Speed, Läufe, schnelle Stakkato-Riffs auf pausenloser Doublebass gehen ab wie Sau. Leider ist die Stimme von Leonna ("Vocals like an angel" lt. Booklet) alles andere als engelsgleich und stößt schnell an die Grenzen der Kontrolle. Haarscharf noch zu ertragen.

Wie sein Namensvetter der nationalen Konkurrenz sind Alexis Soli äußerst souverän und eine Ohrenweide.

Lange skandinavische Winter zum Üben sowie die berühmte Kultur- und Musikförderung dieser Länder sprechen für sich. Wieder einmal steht eine junge Kapelle in den Startlöchern, die musiktheoretisch und -praktisch die wesentlich ältere Konkurrenz der Industrienationen alt aussehen lässt. Zu einem gewissen Grad muss man dem geballt zusammengewürfelten Musikstudium zwar eine leichte Seelenlosigkeit und "Reißbrettmusik" vorwerfen, aber Musiker unter uns werden ihre helle Freude daran haben. Wer die Children nicht mag, sollte aber hier auch die Finger von lassen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
Wild one
Vein
Shadowsouls
Band Website: www.imperanon.ca.tc
Medium: CD
Spieldauer: 11:00 Minuten
VÖ: 01.06.2003

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20.06.2003 Demo(7.0/10) von Opa Steve

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