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Native Instinct - First Born

Review von Opa Steve vom 09.06.2003 (3285 mal gelesen)
Native Instinct - First Born Die Belgier "Native Instinct" schlagen auf ihrem Album "First Born" eine Brücke zwischen dem Thrash der 80er (z.B. langsame Slayer-Songs der frühen Phase) und moderneren Kisten wie Machine Head. Vor allem der Gesamg von Frank DV kommt Tom Araya streckenweise recht nahe.

Die Riffarbeit ist recht rhythmusorientiert. Das Tempo stets auf gutem Bangniveau bewegend verlassen Native Instinct nur selten ihr Konzept aus Mitbrüllparts, weitestgehend melodiefreien Powerchords und undominantem Drumming. Prioritäten werden keine gesetzt, und dieser homogene Eindruck sorgt eben für rasche Eingängigkeit.

Die Schattenseite dieses Konzeptes ist, dass es gerade zu Beginn der 90er eine Menge Bands mit ähnlichen Anleihen gab, so dass der Wiedererkennungswert nun mal recht schlecht ist. Die Songs sind von der Art eines Festival-Openers, der die Menge eben gut unterhält, aber keine euphorischen Reaktionen hervorruft. Musik aus der Konserve muss da leider etwas mehr bieten. Für meinen Geschmack halten sich Native Instinct zu oft und dann zu lange auf irgendwelchen Variationen einiger weniger Akkorde auf. Die Riffs verlassen selten ein Terrain, welches schon bis zur kargen Grasnarbe komplett abgeerntet ist. Zu wenig für eine Zeit, in der der Metal erwachsen wurde und in die weite stilistische Welt hinausgezogen ist.

Die 13 Tracks des eigentlich ordentlich produzierten Albums weisen wenige Auffälligkeiten auf. Midtempo-Stampfer so weit das Auge reicht, zwischendurch ein wenig Powerdrumming aber ohne jemals vordergründig zu wirken. Herausragend dürfte das wesentlich vielseitigere "In your face" sein, welches stark an Grip Inc. erinnert und sogar sowas wie Atmosphäre aufkommen lässt. Die Flageolletts sind Sorychta-typisch, die starke Stimme begibt sich in tiefere und melodiösere Gefilde, ohne Power einzubüßen.

Insgesamt ist die instrumentale Arbeit tadellos. Ohne spektakuläre Stunts wird ein sauberes Timing und fehlerfreies Spiel vorgelegt, so dass es zusammen mit der klaren Produktion in diesem technischen Bereich überhaupt keinen Grund zur Kritik gibt. Bahnbrechende Erkenntnisse in Punkto Metal-Songwriting erschließen sich bei diesem Silberling aber leider gar keine, wodurch es trotz guter technischer Leistung eben nicht für mehr als ein solides Mittelfeld langt. Wer unter Kopfmusik versteht, dass er dazu seine Rübe gut schütteln kann und auch ansonsten keine besonderen Aspekte weiterführender Harmonielehren verfolgt, kann mit dieser Scheibe ein weiteres Stück kräftiges Schwermetall in seine Sammlung stellen.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. To Hell And Back Again
02. Harvester
03. First Born
04. Metal Heart
05. Termination Force
06. Brain Dead
07. Kingdom Of Fools
08. Instinct
09. In Your Rage
10. Revolt And Anger
11. Madness
12. Nation Of Lies
13. Confess
Band Website: www.go.to/native_instinct
Medium: CD
Spieldauer: 54:48 Minuten
VÖ: 12.05.2003

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09.06.2003 First Born(6.0/10) von Opa Steve

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